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5. Mai 2015, 09:07
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“Einzelfallentscheidungen unbedingt vermeiden”

Der Bundestag hat das Kleinanlegerschutzgesetz verabschiedet, mit dem Verbraucher besser vor riskanten Finanzprodukten geschützt werden sollen. Cash. sprach mit Martin Klein, Geschäftsführer des Votum Verbandes, über die Folgen des Gesetzes für Vertrieb und Emissionshäuser.

Kleinanlegerschutzgesetz

“Es haftet auch weiterhin der Vertrieb, wenn er bei angemessener Prospektprüfung die Fehler hätte erkennen können.”

Cash.: Wird durch das Gesetz ein relevanter Markt außerhalb des KAGB verbleiben oder sogar neu wachsen? Wäre das positiv zu beurteilen oder sollten besser alle Anlageformen unter das KAGB fallen?

Klein: Es wird voraussichtlich der Bereich der Vermögensanlagen wachsen. Das KAGB sieht für unternehmerische Beteiligungen nur die Rechtsformen der AG und KG vor. Auch bereits aus diesem Grund ist es nicht möglich, alle Investitionsmöglichkeiten in das KAGB zu pressen. Ich erachte eine Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten durchaus für notwendig und sinnvoll und begrüße daher die Erweiterung des Vermögensanlagegesetzes um die derzeit noch nicht regulierten Marktbereiche.

Ist der Begriff “grauer” Kapitalmarkt dann noch gerechtfertigt?

Ich erachte für prospektierte Vermögensanlagen den Begriff des grauen Kapitalmarktes als nicht gerechtfertigt. Zum einen unterliegen diese Produkte einer BaFin-Zulassung und gesetzlichen Vorgaben sowohl in der Platzierungsphase als auch im After-Sale. Zum anderen benötigt der Vertrieb zur Platzierung eine Erlaubnis und etwaige Fehlberatungen sind versichert. Das ist nicht grau.

Fallen Container-Direktinvestments nun künftig unter das Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) oder nicht?

Mit der bisher vorgesehenen Regelung fallen nur die Angebote unter das Gesetz, die sowohl die Mieten als auch Rückkaufspreis garantieren. Angebote, bei denen der Rückkaufspreis der Container nach Ablauf der Mietzeit nur anhand der wahrscheinlichen Werte aus der Vergangenheit in Aussicht gestellt wird, bleiben unreguliert.

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