13. November 2015, 10:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

MiFID II – das System bremst sich selbst aus

Die Europäischen Regulierungen des Finanzmarkts werden immer komplexer. Damit haben sich die Regulatoren nun offensichtlich selbst ein Bein gestellt.

Kommentar von Frank Rottenbacher, AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V.

MiFID II – das System bremst sich selbst aus

“Anscheinend ist die Komplexitätswelle nun auch über Brüssel zusammengebrochen.”

Alles ging Ende der neunziger Jahre mit einer guten und aus heutiger Sicht simplen Idee los: Es sollte ein Binnenmarkt geschaffen werden. Ohne Grenzen. Auch für Finanzdienstleistungen. “Umsetzung des Finanzmarktrahmens: Aktionsplan” hieß das damals. Ganze 32 Seiten lang. Für Nostalgiker noch heute auf einem Brüsseler Server abrufbar.

Undurchschaubarkeit der Richtlinien

Seit dem ist viel geschehen. Sicher war und ist viel zu regulieren. Aber die Undurchschaubarkeit der verschiedenen Richtlinien und – jetzt neu hinzugekommen – der delegierten Rechtsakte hat inzwischen leider ihren nahezu perfekten Zustand erreicht: MiFID, PRIIPS, IDD II (nicht zu vergessen IDD 1.5), POG etc. … Und jedes Dokument hat heutzutage eine Mindeststärke von 200 Seiten erreicht. Wer erkennt wirklich noch alle Interdependenzen, wer alle Auswirkungen?

Anscheinend ist nun diese Komplexitätswelle auch über Brüssel zusammengebrochen. Wenn nun schon die Ersteller ein Jahr mehr brauchen, um MiFID II auf den Weg zu bringen, ist das ein klares Warnsignal. Uns Vermittlern kann das eine Jahr nur recht sein. Über die 34f-Regulierung haben wir national bereits sehr viel von dem umgesetzt, was MiFID II fordert. Dieses eine Jahr Verzögerung schadet weder uns noch unseren Kunden.

Frank Rottenbacher ist Vorstand des AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V.

Foto: Christof Rieken

Ihre Meinung



 

Versicherungen

„Denken und Führen in Zeiten der Digitalisierung“

Dr. Stefan M. Knoll, Gründer und Vorstandsvorsitzender der DFV Deutschen Familienversicherung AG, veröffentlicht ein neues Buch. In „Denken und Führen in Zeiten der Digitalisierung“ geht es um die Merkmale eines guten Führungsstils sowie um die Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Verantwortlichen und ihre Unternehmensführung.

mehr ...

Immobilien

FDP und Grüne stimmen Grundsteuerreform zu

Im Bundestag deutet sich eine klare Mehrheit für eine Grundgesetzänderung zur Reform der Grundsteuer an. Neben den Koalitionsfraktionen und der FDP wollen auch die Grünen am Freitag zustimmen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Koalitionskreisen erfuhr.

mehr ...

Investmentfonds

Berater der Zukunft

Aus einer Dienstleistung, die bisher den Vermögenden vorbehalten war, sollte durch Robo Advisor ein Anlageprodukt für alle entstehen. Wie sieht es heute aus? Ein Beitrag von Sven Keese, Partner, und Fabian Neumann-Holbeck, Projektleiter bei disphere interactive GmbH.

mehr ...

Berater

Neuer Ärger für Deutsche Bank

Die Deutsche Bank sieht sich mit neuen Vorwürfen zu früheren Geschäften in China konfrontiert. In den Jahren 2002 bis 2014 soll sich Deutschlands größtes Geldhaus mit Hilfe von Geschenken und Gefälligkeiten Zugang zu führenden Politikern und Managern in China verschafft haben, berichten “Süddeutsche Zeitung”, WDR und “New York Times” unter Berufung auf eine Auswertung von bankinternen Unterlagen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer Asset Manager bei Deutsche Investment

Die Deutsche Investment Retail (DIR) hat Matthias Kreil (39) zum 1. Oktober 2019 als Leiter Asset Management und Research gewonnen. Er übernimmt künftig das Asset Management für lebensmittelgeankerte Nahversorgungs- und Fachmarktzentren, Lebensmittelvollsortimenter und Discounter.

mehr ...

Recht

Roland: Die Wahrheit über die häufigsten Rechtsirrtümer

Eric Schriddels, Partneranwalt der Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG von der Kanzlei Kaiser und Kollegen, klärt in einer aktuellen Presse-Information des Versicherers über die häufigsten Rechtsirrtümer auf. Welche das sind, lesen Sie hier.

mehr ...