Anzeige
22. August 2016, 10:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Genossenschaftsbanken schließen Strafzinsen für Privatkunden aus

Kunden von Volksbanken und Raiffeisenbanken haben nach den Worten von Genossenschaftspräsident Roman Glaser keine Strafzinsen zu befürchten.

Genossenschaftsbanken schließen Strafzinsen für Privatkunden aus

Roman Glaser: “Wir sind fest davon überzeugt, dass unsere Volksbanken und Raiffeisenbanken negative Zinsen für Privatkunden in der Breite nicht einführen werden.”

“Wir sind fest davon überzeugt, dass unsere Volksbanken und Raiffeisenbanken negative Zinsen für Privatkunden in der Breite nicht einführen werden”, sagte Glaser der Deutschen Presse-Agentur. “Die Menschen würden möglicherweise ihre Spareinlagen einfach abziehen und das Geld überhaupt nicht mehr anlegen.”

Die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee hatte jüngst Schlagzeilen gemacht, weil sie – als zweites Institut neben der Thüringer Volks- und Raiffeisenbank Altenburger Land mit ihrer Skatbank-Filiale – reichen Sparern Strafzinsen abknöpfen will.

Keine Negativzinsen für Privatkunden

Das schließt Glaser zumindest für den normalen Sparer aus. Nur für Unternehmen und sehr hohe Einlagen von Privatkunden mit “hohen sechsstelligen Summen” gebe es Gebühren vereinzelt auch bei genossenschaftlichen Banken im Südwesten, sagte Glaser.

Ähnlich wie die Genossenschaften äußern sich die Sparkassen im Land. Die Summe, die die Menschen bei den Sparkassen anlegen, steige, sagte der Präsident des Sparkassenverbands, Peter Schneider. “Aber in dem Moment, in dem sie quasi eine Aufbewahrungsgebühr für ihre Ersparnisse zahlen müssten, würden ganze Geschäftsmodelle zusammenbrechen”, so Schneider.

“Daher schließen wir Negativzinsen für Privatkunden aus.” Ganz ausschließen will Schneider Strafzinsen angesichts der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zwar nicht. Allerdings verspricht er: “Die Sparkassen werden die Allerletzten sein und sich solange es überhaupt geht widersetzen.”

Glaser: “Niedrigzinsphase ist volkswirtschaftliches Gift”

Genossenschafts-Präsident Glaser pflichtet ihm bei: “Wir halten die Niedrigzinsphase für volkswirtschaftliches Gift”, sagte er. “Das ist ein Pyrrhussieg für die öffentlichen Haushalte.” Die für 2019 vorgesehenen strengen Eigenkapitalanforderungen erfüllten die Genossenschaftsbanken in Baden-Württemberg schon heute.

Die Kundeneinlagen – also das Geld, das die Sparer auf die Bank tragen – stiegen bei den 205 Volksbanken und Raiffeisenbanken im ersten Halbjahr um 2,0 Prozent auf 111,5 Milliarden Euro. Die Summe der Kreditvolumen, mit denen die Banken ihr Geld verdienen, stieg um 2,2 Prozent auf 93,6 Milliarden Euro. “Das zeigt, dass unser Geschäftsmodell funktioniert”, sagte Glaser.

Seit Jahresbeginn wurden in Baden-Württemberg 14 neue Genossenschaften gegründet. Insgesamt zählt der Verband landesweit nach wie vor fast 830 Genossenschaften, davon etwa 205 Banken, 318 landwirtschaftliche Genossenschaften und etwa 301 gewerbliche Genossenschaften, die etwa 50 Branchen umfassen. (dpa-AFX)

Foto: Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

“Enorme Leistungsunterschiede”: Franke und Bornberg präsentiert erstes Cyber-Rating

Die Ratingagentur Franke und Bornberg hat erstmals ein Rating für gewerbliche Cyber-Policen im deutschen Markt vorgestellt. Untersucht wurden 35 Tarife und Bausteinlösungen von 28 Anbietern.

mehr ...

Immobilien

Ab auf die Insel: Privatinsel in Irland steht zum Verkauf

Wer schon immer von einer eigenen Insel geträumt hat, könnte sich diesen Traum in Irland erfüllen – das nötige Kapital vorausgesetzt. Die Privatinsel “Horse Island” steht zum Verkauf, mitsamt einem gerämigen Anwesen. Sogar ein Hubschrauberlandeplatz steht zur Verfügung.

mehr ...

Investmentfonds

Deutschland sorgt vor: Wo ist die “Sparwut” am größten?

Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase sind die Deutschen weiterhin emsige Sparer. Laut einer aktuellen TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank bilden 76 Prozent der Bundesbürger Rücklagen. 46 Prozent der Befragten gehen dabei sehr diszipliniert vor und legen jeden Monat Geld beiseite.

mehr ...

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A“ für RWB Global Market Fund VII

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet die Emission „RWB Global Market Fund VII der RWB Private Capital Emissionshaus AG mit insgesamt 81 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A).

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...