17. Februar 2016, 08:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Honorarberatung: Kunde entscheidet über ihre Zukunft

Bei der Frage nach den Zukunftsaussichten der Honorarberatung zeigen sich Befürworter und Kritiker uneins. Inwieweit sie sich in Deutschland tatsächlich als eine gleichwertige Alternative zur Beratung auf Provisionsbasis etablieren kann, hängt jedoch nicht nur von Gesetzen ab.

Honorarberatung

Die Kunden müssen entscheiden, welche Form der Vergütung sie bevorzugen. Um eine informierte Wahl der präferierten Vergütung zu treffen, müssten sie aber zunächst einmal über ausreichende Informationen verfügen.

Laut einer Umfrage des PFI Private Finance Institute der EBS Business School haben lediglich gut zwei Prozent der Bundesbürger schon einmal eine Honorarberatung in finanziellen Angelegenheiten in Anspruch genommen. Von einem bedeutenden Marktanteil kann man hier kaum sprechen.

“Deutschland ist keine Insel”

Dennoch sind Honorarberater zuversichtlich, wenn es um die künftige Bedeutung der Vergütungsform geht.

“Das Provisionsmodell ist ein Auslaufmodell”, sagt Dieter Rauch, Geschäftsführer des Amberger VDH Verbund Deutscher Honorarberater GmbH und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Berufsverbands deutscher Honorarberater (BVDH).

Deutschland sei keine Insel und werde sich daher “Stück für Stück” den europäischen Vorbildern wie Großbritannien, Niederlande, Schweden, Dänemark, Finnland und Norwegen anschließen.

“In zehn Jahren sind Provisionen ein Relikt der Vergangenheit”, prophezeit Rauch. Eine entscheidende Rolle für die weitere Entwicklung dürften auch die aktuellen europäischen Regulierungen Insurance Mediation Directive (IDD) und die kürzlich um ein Jahr verschobene Markets in Financial Instruments Directive (MiFID II) spielen.

Kein verpflichtendes Provisionsverbot vorgesehen

“Starke Wachstumstendenzen der Honorarberatung sind aus unserer Sicht auch weiterhin nicht absehbar“, meint Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Versicherungskaufleute (BVK).

So sehe die gerade verabschiedete IDD explizit kein verpflichtendes Provisionsverbot vor und auch die deutsche Politik wolle weiterhin den Verbrauchern die Wahl zwischen provisionsbasierter oder honorarvergüteter Beratung lassen.

Seite zwei: Kunden müssen entscheiden

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

EU-Taxonomie: Die Förderung nachhaltiger Kapitalanlagen ist eine Scheinlösung

Mehr nachhaltige Geldanlagen führen nicht zu mehr nachhaltiger Entwicklung. Durch den Aktionismus versucht die Politik, sich von ihrer realwirtschaftlichen Verantwortung zu befreien. Die jüngste Diskussion, ob Atomkraft als nachhaltig angesehen werden kann, ist für deren Finanzierung unerheblich, meint die auf die Beratung institutioneller Anleger und nachhaltige Investments spezialisierte Wettlauffer Wirtschaftsberatung.

mehr ...

Immobilien

Wohn- und Geschäftshäuser – das Motto lautet: Raus aus der Stadt

Der Trend raus aus der Stadt setzt sich auch bei Transaktionen von Wohn- und Geschäftshäusern fort. So stieg die Zahl der Verkäufe von 2017 bis 2018 in allen Stadt- und Landkreisen Deutschlands zusammen um vier Prozent. Dies ist eines der Ergebnisse des neuen Von-Poll-Immobilien-Marktberichts für Wohn- und Geschäftsimmobilien in Deutschland 2019.

mehr ...

Investmentfonds

Von der Saisonalität von Silber profitieren

Meistens steigt der Silberpreis von Januar bis Ende Februar stark an. Diese Saisonrally sollte genutzt werden, sagt Jörg Schulte von der Swiss Resource Capital AG.

mehr ...
20.01.2020

Kaufrausch in China

Berater

Zahl der Start-ups legt deutlich zu

Die Zahl der innovations- oder wachstumsorientierten jungen Unternehmen in Deutschland ist erneut gestiegen. Dies zeigt der neue KfW Start-up-Report, der die Zahl und Struktur von
innovations- oder wachstumsorientierten Unternehmen untersucht, die maximal 5 Jahre alt sind.

mehr ...

Sachwertanlagen

Project legt offenen Spezial-AIF mit “Develop and hold”-Strategie auf

Im Dezember 2019 hat der Immobilien Asset Manager Project Investment von zwei Versicherungsgesellschaften Kapitalzusagen in Höhe von 100 Millionen Euro für den offenen Spezial-AIF “WohnInvest MS Fonds” erhalten, wie das Unternehmen jetzt mitteilt. Das Konzept unterscheidet sich von den Publikumsfonds.

mehr ...

Recht

Digitalsteuer: Macron will Deal mit Trump

US-Strafzölle auf Champagner und französischen Käse? Diese Drohung steht wegen der Pariser Steuer für Internetriesen schon länger im Raum. Nun stehen die Zeichen auf Entspannung.

mehr ...