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29. August 2016, 08:45
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“Persönliche Beratung kann durch Fintechs nicht ersetzt werden”

Karsten Dümmler, Vorstand des Hamburger Maklerpools Netfonds sprach mit Cash.Online über das laufende Geschäftsjahr, die wichtigsten Services für Makler und die künftige Rolle der Fintechs.

Persönliche Beratung kann durch Fintechs nicht ersetzt werden

Karsten Dümmler: “Berater können sich dem Wettbewerb gut gewappnet gegenüberstellen.”

Cash.Online: Wie sind Ihre Erwartungen an die weitere Geschäftsentwicklung 2016?

Dümmler: Unsere Bedeutung als prozess- und serviceoptimierendes Bindeglied zwischen Produktgebern, Depotbanken, Beratern und Kunden wird immer wichtiger. Das Gros der Beteiligten Marktteilnehmer erkennt die Mehrwerte die wir bieten und intensiviert daher die Zusammenarbeit mit uns. Wir haben die nötige “Energie”, um diese Herausforderungen zu meistern.

Im Bereich der Versicherungen freuen wir uns über neue Partnerschaften mit großen Vertriebsorganisationen. Die zum Teil aufwändigen Anbindungsprozesse sind erfolgreich abgeschlossen. Unsere Umsatzzahlen gestalten sich den Erwartungen entsprechend positiv. Ebenso trägt der Ausbau des Geschäftsbereiches KV und Sach Früchte.

Spannend ist zudem die aktuelle Entwicklung im Bankenmarkt. Die Umstrukturierungsmaßnahmen der großen Banken sorgen für ein bedeutendes Neupartner-Potenzial im Haftungsdach der NFS. Speziell für Banker, die eine Alternative zur Beratung in der zum Teil frustrierenden Anstellung bei einer Bank suchen, haben wir das Informationsportal www.selbstchef.de aufgebaut.

Was sind die wichtigsten Services für Makler?

Der Maklerpool als “Datenpool” ist eine der wichtigsten Serviceleistungen. Als Dienstleister sammeln wir die zum Teil in sehr unterschiedlichen Datenformaten gelieferten Informationen der einzelnen Produktgeber und bündeln diese zentral abrufbar in einem CRM- System. Auf Basis dieser Serviceleistung ist effiziente und serviceorientierte Beratung möglich.

Darüber hinaus stellen wir wichtige Marketingservices, wie Homepagebaukasten, Online-Akquisetools und Apps zur Verfügung, die dafür sorgen, dass der Berater ins Blickfeld seiner Kunden gelangt. Zudem gilt es Angebote zu schaffen, die eine Übergabe oder einen Verkauf der Unternehmen der “alten” Generation auf die Jungen ermöglichen.

Wird die Bedeutung von Fintechs in den kommenden Jahren zunehmen?

Insur- und Fintechs werden zunehmend Kunden mit geringem Beratungsbedarf im Anlage- und Versicherungsbereichen gewinnen. Insbesondere jüngere Generationen zeigen eine hohe Affinität zum digitalen Angebot. Berater können sich dem Wettbewerb jedoch gut gewappnet gegenüberstellen. Denn zum einen verfügen Sie durch uns über technische Tools, die Ihnen auch Onlineabschlüsse ermöglichen, und ebenso können Sie mit Hilfe unserer Apps modernen und transparenten Kundenservice bieten.

Die persönlichen Kompetenzen für eine individuelle Beratung des Kunden im Rahmen der beratungsintensiven Themen können durch Fintechs nicht ersetzt werden. Mit technischen Tools werden Sie quasi zum “Fintech-Berater” und vereinbaren so die Vorteile beider Angebote. Sofern eine Kooperation Mehrwerte für den Berater und uns ermöglicht, stehen wir neuen Kundengruppen und Geschäftsmodellen grundsätzlich offen gegenüber.

Interview: Julia Böhne

Foto: Florian Sonntag

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