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19. August 2016, 12:17
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Noch sind die klassischen Makler vor den Fintechs

Dennis Just, Gründer und CEO des Fintechs Knip, verteidigt sich in einer Pressemitteilung gegen Vermutungen, Knip habe Probleme. Er proklamiert, Makler hätten den Anschluss verpasst. Damit trifft er ins Schwarze und liegt dennoch falsch.

Kommentar von Oliver Pradetto, Blau direkt

Noch sind die klassischen Makler vor Fintechs

“Vorübergehende Downloads sind nicht das Gleiche wie dauerhafte Installationen.”

Dennis Just hat mit fast allem recht: Er weist auf die stark wachsenden Downloadzahlen hin. Ein starkes Indiz für das Interesse des Kunden an Apps zur Versicherungsverwaltung. Ein Hinweis darauf wie groß die Zukunft für Fintechs sein kann. Dennis legt seinen Finger in die Wunde: Die Pool-Apps Asuro, “allesmeins” oder “simplr” können aktuell nicht bei den Downloadzahlen mithalten.

Doch Dennis zieht das falsche Fazit, wenn er daraus schließt, dass der klassische Versicherungsmakler den Anschluss schon verpasst hat. Denn was Dennis mit Donwloadzahlen zu beweisen sucht, sind Nebelkerzen für Wagniskapitalgeber. Ein klassischer Makler weiß: Es zählt nicht die Anzahl guter Kundengespräche, sondern die unterschriebener Aufträge.

Downloadzahlen sagen nichts über aktive Nutzer

So verhält es sich auch im Bereich der digitalen Betreuung: Vorübergehende Downloads sind nicht das Gleiche wie dauerhafte Installationen. Wie viele Downloads werden unmittelbar nach dem ersten Öffnen wieder gelöscht? Selbst dauerhafte Installationen sind nicht so aussagekräftig wie aktive Nutzungen mit unterzeichneten Maklerverträge.

Wie sieht der Vergleich von Knip und simplr hier aus? Wie viele Downloads verwandeln Knip & Co. in Vertragskunden? Von den 18.000 Downloads in simplr sind 12.000 mit unterzeichneten Maklerverträgen aktiv und wertschöpfend. Die Zahl der aktiven und wertschöpfenden Kunden dürfte damit sehr nahe an den Zahlen von Knip sein.

Seite zwei: Die Schlacht um den digitalen Kunden hat gerade erst begonnen

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2 Kommentare

  1. In ein paar Jahren werden diese Apps zum Alltag bei Kunden und Maklern gehören.

    Kommentar von Honoro — 21. August 2016 @ 12:31

  2. Und dann gibt es sicher viele Kunden die schnell bemerken, dass bei den Fintecs Fachleute nur in Spurenelementen vorhanden sind.
    Echte Beratung-auch im Schadensfall und bei komplizierten Steuerfragen……

    Kommentar von Wilfried Strassnig — 19. August 2016 @ 17:41

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