21. November 2017, 06:45
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AfW-Hauptstadtgipfel: “Der Makler hat eine Zukunft”

Zum 14. Hauptstadtgipfel des AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. kamen am 15. November 2017 über 40 Entscheider aus der Finanzdienstleistungsbranche nach Berlin. Regulierung und Digitalisierung bildeten die thematischen Schwerpunkte der Veranstaltung.

AfW-Hauptstadtgipfel: Der Makler hat eine Zukunft

Mehr als 40 Entscheider aus der Finanzdienstleistungsbranche waren zum Hauptstadtgipfel des AfW nach Berlin gekommen.

Für den 14. Hauptstadtgipfel hatte der AfW unter anderem CDU-Politiker Klaus-Peter Flosbach (bis vor kurzem Mitglied im Finanzausschuss) als Gastredner gewinnen können. AfW-Vorstand Frank Rottenbacher dankte Flossbach für seinen “maßgeblichen Einsatz für die Interessen der freien Finanzdienstleister”.

Flossbach berichtete über die Beratungen zur Umsetzung der IDD. “Wir wollten die Honorarberatung stärken. Der Verbraucher soll Informationen bekommen über Art und Quelle der Vergütung”, sagte der CDU-Politiker. Man habe aber eine Trennung zwischen Honorarberatung und Provisionsberatung gewollt.

“Der einzelne Makler hat noch eine Zukunft”

“Das passte überhaupt nicht zum Markt”, so Flossbach. Alle Möglichkeiten, einen langsamen Übergang zu finden oder Mischmodelle einzuführen, wären zerstört worden. Ein weiterer Streitpunkt sei die Forderung der Versicherer gewesen, keine Beratungspflicht für den Direktvertrieb vorzuschreiben. “Es geht uns aber um ein Level-Playing-Field”, sagte Flosbach. Daher habe man das nicht gutheißen können.

Ein mögliches Provisionsverbot über die Mifid II erwartet Flosbach nicht. Man habe mit der Bundesregierung auf europäischer Ebene durchgesetzt, dass das Angebot der Provisionsberatung gelte. “Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein neuer Vorstoß von europäischer Seite dazu kommt”, so der CDU-Politiker.

Abschließend erklärte Flossbach, dass der einzelne Makler noch eine Zukunft habe. Am Markt gab es seiner Ansicht nach eine “Konzentration der Qualität”, in deren Rahmen 50 Prozent der Finanzdienstleister den Markt verlassen hätten. Die hohen Anforderungen durch die Regulierung sieht Flosbach auch als Schutz in Bezug auf den Einstieg von “branchenfremder Giganten” in den Markt.

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