Anzeige
30. Juni 2017, 12:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

IDD-Umsetzung: Freude bei Maklern, Enttäuschung bei Verbraucherschützern

Das Umsetzungsgesetz zur europäischen Vertriebsrichtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) wurde heute nacht im Bundestag beschlossen. Auf den letzten Metern hatte es noch einige Änderungen gegeben, die den Versicherungsmaklern zugute kommen. Verbraucherschützer zeigen sich enttäuscht von der finalen Regelung.

IDD-Umsetzung: Freude bei Maklern, Enttäuschung bei Verbraucherschützern

Der im Bundestag beschlossene IDD-Umsetzung stößt auf gemischtes Echo: Während sich Vermittlerverbände erfreut zeigen, sind Verbraucherschützer enttäuscht.

Um kurz nach Mitternacht wurde mit den Stimmen der Großen Koalition der “Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Richtlinie über Versicherungsvertrieb (IDD)” nach der zweiten und dritten Lesung im Bundestag beschlossen. Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen stimmten dagegen.

Für Versicherungsvermittler hatte es bereits Anfang dieser Woche erfreuliche Nachrichten gegeben, als bekannt wurde, dass zwei für die Zunft nachteilige Regelungen aus dem Gesetzesentwurf entfernt worden waren. So wurden das ursprünglich geplante Provisionsgebot für Versicherungsmakler im Privatkundenbereich und die sogenannte Doppelbetreuungspflicht gestrichen.

AfW: “Ein guter Tag für Makler”

“So wurde ein massiver Eingriff in die Vergütungsfreiheit und damit auch grundgesetzlich geschützte Gewerbefreiheit von Versicherungsmaklern verhindert”, kommentiert Norman Wirth, Vorstand des AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung.  “Heute ist ein guter Tag für die Makler. Nicht nur wegen der so wichtigen Last-Minute-Änderungen, sondern auch weil die Branche hier – mit wenigen Ausnahmen – als Ganzes agiert hat”, ergänzt AfW-Vorstand Frank Rottenbacher.

Der Verband hatte sich mit verschiedenen Aktionen für die Streichung der beiden Punkte aus der IDD-Umsetzung stark gemacht. Der Verband und seine Mitglieder hatten sich hierfür unter anderem mit der Aktion “#EinspruchIDD” und bei der Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Bundestages eingesetzt.

“Wir bedanken uns bei allen AfW-Mitgliedern, Maklern, Kollegen aus Pools und Initiativen, die sich aktiv für die Interessen der Makler bei ihren Bundestagsabgeordneten eingesetzt haben”, so Rottenbacher. Die AfW-Vorstandsriege hatte zudem gemeinsam mit Professor Dr. Hans-Peter Schwintowski ein Gutachten präsentiert, dass den Gesetzesentwurf kritisierte.

Seite zwei: Verbraucherschützer: “Vergütungsmodelle bleiben undurchsichtig” 

Weiter lesen: 1 2

3 Kommentare

  1. Verbraucherschützer? Ich möchte korrigieren: “Selbsternannte Verbraucherschützer”

    Kommentar von stefan meier — 5. Juli 2017 @ 10:46

  2. Natürlich ist es dem AFW entgangen das ich seit Januar an diverse Pools, Vebände -auch an den AFW und in Fachzeitungen empfohlen hab, dass Makler jeweils an alle Abgeordneten ihres Wahlkreises Mails mit der Info ” nur der Makler garantiert den Kunden die Auswahl unter fast allen Gesellschaften und haftet auch noch für das Beste Angebot.” Ein Dankeschön zu erwarten entspricht wohl nicht dem Zeitgeist, da verbreitet man doch lieber diese Idee als eigene, gell.
    Kann dies aber sehr gut belegen, da es ja an viele Quellen ging. Da fällt es wirklich schwer zu behaupten man hätte nichts bekommen. Ist ja nur eine Charakterfrage.

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 3. Juli 2017 @ 16:01

  3. Das Einkommen der Verbraucherschützer, vor allem wenn man die Leistung auch noch bewertet ist auch völlig unduchsichtig und wohl auch keineswegs gerecht.

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 3. Juli 2017 @ 15:50

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Hundehaftplicht: Die zehn beliebtesten Hunderassen 2018

Egal ob groß oder klein: die Deutschen lieben ihre Hunde. Doch auch der beste Freund des Menschen sollte gut abgesichert sein. Für welche Hunderassen im vergangenen Jahr die meisten Haftpflichtversicherungen abgeschlossen wurden, hat das Vergleichsportal Check24 untersucht.

mehr ...

Immobilien

Wüstenrot Immobilien: Vermittlungsrekord und Absage an das Bestellerprinzip

Die Wüstenrot Immobilien GmbH (WI) konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 erneut einen neuen Rekord bei den Vermittlungen verbuchen und spricht sich gegen das geplante Bestellerprinzip aus.

mehr ...

Investmentfonds

Anleger in der Zwickmühle – Argentinien als Alternative?

Anleger stecken aktuell in einer großen Zwickmühle: Aktienmärkte im Sinkflug, europäische Leitzinsen weiter bei null Prozent und die Nachrichtenlage lässt viele Anleger skeptisch auf die Entwicklung der Märkte schauen. Zu Recht? Und was wären die Alternativen?

mehr ...

Berater

Rankel: Mit Social Media Kunden gewinnen

Jeder zweite Facebook-Account eines Maklers ist inaktiv. Das zeigt: Viele Berater nehmen sich zwar vor, über Social Media Kunden zu gewinnen. Doch sie wissen nicht wie.

Die Rankel-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

Solar-Emission in Schwierigkeiten

Die te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG warnt davor, dass sich gegenüber den Anlegern ihrer Nachrangdarlehen die Erfüllung der Verpflichtungen auf Zins- und Rückzahlung verschiebt. Es bestehe die Gefahr des Ausfalls von Forderungen gegenüber Projektgesellschaften.

mehr ...

Recht

Incentives – so bleiben sie steuerfrei

Viele Unternehmen sichern ihre Mitarbeiter mit sogenannten Zukunftssicherungsleistungen gegen allerlei Ungemach ab. Damit solche Gehaltsextras auch steuerfrei bleiben, kommt es auf die richtige vertragliche Gestaltung an.

mehr ...