31. Juli 2017, 08:45
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Commerzbank: Cerberus will in Aufsichtsrat

Der neue Großaktionär der Commerzbank, der Finanzinvestor Cerberus, will einem Medienbericht zufolge einen Posten im Aufsichtsrat der Bank besetzen. Arbeitnehmervertreter bereitet das Bestreben des als aggressiv bekannten amerikanischen Investors demnach Bauchschmerzen.

Commerzbank-Zentrale-2-1-1 in Commerzbank: Cerberus will in Aufsichtsrat

Der Finanzinvestor Cerberus will einen Posten im Aufsichtsrat der Commerzbank besetzen.

Der Finanzinvestor Cerberus will einem Pressebericht zufolge nach dem Einstieg bei der Commerzbank mehr. Der neue Großaktionär strebe wohl die Platzierung einen eigenen Vertreters im Aufsichtsrat an, berichtete die “Süddeutsche Zeitung”unter Berufung auf Informationen aus dem Kontrollgremium.

Arbeitnehmervertreter stellen sich auf harte Kämpfe ein

Wenige Tage nach Bekanntwerden des Cerberus-Einstiegs verdichteten sich die Zeichen für einen solchen Schritt. Ein Cerberus-Vertreter könnte demnach im November in die Runde einziehen. Welcher Aufsichtsrat im Gegenzug für ihn weichen müsste, sei noch unklar. Schon jetzt aber stellten sich die Arbeitnehmervertreter auf harte Kämpfe mit dem als aggressiv bekannten amerikanischen Investor ein.

Weder die Commerzbank noch das Bundesfinanzministerium als größter Einzelaktionär der Commerzbank hätten die Pläne von Cerberus kommentieren wollen. Auch der Investor selbst habe sich bislang nicht dazu geäußert, was er mit der Beteiligung vorhabe.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Cerberus mehr als fünf Prozent der Commerzbank-Anteile hält und damit zum zweitgrößten Einzelaktionär des Instituts aufgestiegen ist. Rund 690 Millionen Euro war das 5,01-Prozent-Paket an der Börse zu diesem Zeitpunkt wert.

Commerzbank-Mitarbeiter nach Cerberus-Einstieg beunruhigt

Nummer eins unter den Aktionären ist nach wie vor die Bundesregierung, der noch immer gut 15 Prozent an der Commerzbank gehören, nachdem diese in der Finanzkrise mit Steuergeld gerettet worden war. Im Bundesfinanzministerium hatte man sich erfreut über den Einstieg der Amerikaner gezeigt, vor allem, weil steigendes Interesse von Investoren den Aktienkurs treibt und damit auch den Wert des Bundes-Anteils.

Dagegen sind die Commerzbank-Mitarbeiter dem Bericht zufolge nach dem Einstieg beunruhigt. Sie fürchten, dass Cerberus weitere schmerzhafte Einsparungen vom Management fordern könnte, und das spätestens, sobald die Firma im Aufsichtsrat vertreten ist.

“Wir stellen uns da schon mal auf richtig harte Auseinandersetzungen ein”, sagt ein Gewerkschafter, der dem Cerberus-Vertreter dann im Kontrollgremium gegenüber säße. Derzeit läuft bereits ein Sparprogramm, mit dem Commerzbank-Chef Martin Zielke bis 2020 insgesamt 9600 Vollzeitstellen einsparen will. Das Netz aus derzeit etwas mehr als 1.000 Filialen will er im Zuge der Einsparungen allerdings nicht ausdünnen. (dpa-AFX)

Foto: Commerzbank

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Bar-Beitragsrückerstattung: uniVersa zahlt bis zu vier Monatsbeiträge zurück

Eine gute Nachricht gibt es für Krankenversicherte der uniVersa, die im vergangenen Jahr leistungsfrei geblieben sind: Sie erhalten je nach Tarif und leistungsfreien Jahren Ende September bis zu vier Monatsbeiträge zurück. In der Vollversicherung gilt dies beispielsweise für die ambulanten Classic-Bausteintarife sowie die Tarife VE und intro|Privat.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Anschluss nicht verlieren

Die Niedrigzinsphase hält mittlerweile seit über zehn Jahren an. Zahlreich Immobiliendarlehen haben eine erste Laufzeit von 10 oder 15 Jahren. Das führt dazu, dass viele tausende Immobilienbesitzer aktuell und in den kommenden Jahren auf eine Anschlussfinanzierung angewiesen sind.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

PSD2: Über den Status Quo

Die Schwierigkeiten bei der rechtzeitigen Umsetzung der EU-Zahlungsdienste-Richtlinie PSD2 lässt deren Potenzial aus dem Blick geraten. Da kann sie noch viel bewirken, denn erst 27 Prozent der deutschen Unternehmen bieten ihren Kunden digitale Bezahlwege an. Das zeigt die repräsentative Studie “Europäische Zahlungsgewohnheiten” 2019 des Finanzdienstleisters EOS.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

Sicherheit auf der Baustelle: Das Schild „Eltern haften für ihre Kinder“ reicht nicht aus

Wer baut, haftet für mögliche Personen- oder Sachschäden auf der Baustelle. Bauherren und Grundstückseigentümer tragen eine Mitverantwortung für den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie für die Absicherung der Baustelle. Darauf verweisen die Experten des Bauherren-Schutzbunds.

mehr ...