13. Februar 2017, 08:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Provisionsvergütung ist ein Auslaufmodell”

Welchen Einfluss werden die Umsetzungen der europäischen Richtlinien IDD und Mifid II in deutsches Recht auf die Honorarberatung haben?

Schon bei Mifid I titelten große Wirtschaftsmagazine “Das Ende der Provision”. Tatsächlich hatte Mifid I allerdings nur sehr geringe Auswirkungen auf die Etablierung der Honorarberatung.

Bei Mifid II wird dies anders sein. Unabhängige Beratung und Vermögensverwaltung sind faktisch mit Provisionen verboten. Wer sich weiterhin unabhängig bezeichnen will, der kann dies nur noch, wenn er auf Provisionen verzichtet.

Das hilft dem weiteren Wachstum der Honorarberatung. Auch die IDD wird die Honorarberatung stärken. Wir gehen aktuell nicht davon aus, dass im Gesetzentwurf noch signifikante Veränderungen vorgenommen werden.

Wie wird sich die Honorarberatung in Deutschland in den kommenden fünf bis zehn Jahren entwickeln?

Das Provisionsmodell ist ein Auslaufmodell. Deutschland wird sich daher Stück für Stück den europäischen Vorbildern wie Großbritannien, Niederlande, Schweden, Dänemark, Finnland und Norwegen anschließen.

Insbesondere durch Einführung der Mifid II wird unabhängige Beratung nur noch auf Honorarbasis möglich sein. Dies gilt für freie Finanzberater gleichermaßen wie für Banken und Vermögensverwalter. In zehn Jahren sind Provisionen ein Relikt der Vergangenheit.

Interview: Julia Böhne

Foto: VDH

Mehr zum Thema Honorarberatung:

Regulierung made in UK: Vorbild für den deutschen Vermittlermarkt?

Honorarberatung: IDD-Entwurf ist kein Elfmeter, aber ein Freistoß

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nachfolgeplanung: Die Hoffnung ruht zu Unrecht auf dem Mitbewerber

Ein Drittel der Maklerbetriebe ist im Hinblick auf die eigene Altersversorgung auf den Verkauf des Betriebes angewiesen. Dessen ungeachtet haben 48 Prozent der Befragten noch keine Nachfolgeregelung geplant oder getroffen. Dies ist zentrales Ergebnis einer Studie zum Thema Unternehmensnachfolge in Maklerbetrieben, die die Versicherungsforen Leipzig gemeinsam mit den Maklerforen Leipzig und der Berufsakademie Dresden durchgeführt haben.

mehr ...

Immobilien

Warum der Mietendeckel Mietern nicht hilft

Der Berliner Senat will den sogenannten Mietendeckel einführen, die Bestandsmieten also für fünf Jahre einfrieren. Es soll eine Antwort auf die kräftigen Mietpreissteigerungen der vergangenen Jahre sein, die vielen Berlinern zu schaffen machen – 84 % der Berliner Haushalte leben zur Miete. Ein Kommentar von Nedeljko Prodanovic, Geschäftsführer Stonehedge, zum Mietdeckel

mehr ...

Investmentfonds

Doppelschlag von Fed und EZB

Auf der Pressekonferenz der US-Notenbank am vergangenen Mittwoch war die Ansage von Jerome Powell eindeutig: Sollte der Handelskrieg weiter schwelen und somit auch das Erreichen des Inflationsziels gefährden, stehe die Fed Gewehr bei Fuß, um die Zinsen erstmals seit 2008 zu senken. Noch deutlicher war die Kunde, welche die sogenannten Dots verbreiteten. Ein Kommentar von Felix Herrmann, Kapitalmarktstratege bei Blackrock.

mehr ...

Berater

Banken schöpfen digitales Potential nicht aus

Capco, Management- und Technologieberatung mit Fokus auf die Finanzdienstleistungsbranche, veröffentlicht eine neue Studie zum Stand der Digitalisierung im Kreditgeschäft von Banken. Befragt wurden Kunden und Führungskräfte von mehr als 100 Kreditinstituten zu ihren Erfahrungen und Einschätzungen über den Stand der Digitalisierung im Kreditgeschäft. Das Zeugnis für die Banken fällt dabei ernüchternd aus.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Sehr positive Resonanz der Gläubiger auf den Vergleichsvorschlag der Insolvenzverwalter

Die Gläubiger in den Insolvenzverfahren der deutschen P&R Gesellschaften haben sehr positiv auf den Vergleichsvorschlag der Insolvenzverwalter reagiert. Bislang haben schon über 95 Prozent der Gläubiger bzw. deren anwaltliche Vertreter ihre Zustimmung zum Vergleich über die Forderungsfeststellung erklärt. Insgesamt wurden in den vier Insolvenzverfahren über 80.000 Schreiben an rund 54.000 Gläubiger verschickt.

mehr ...

Recht

Versicherungspolicen: Wo es Steuern zurückgibt

In diesem Jahr verlängert sich erstmalig die Frist zur Abgabe der Steuererklärung auf den 31. Juli. Besonders Steuererklärungs-Muffel wird die zwei-monatige Fristverlängerung freuen. Dabei kann man mit den richtigen Tipps und Kniffen durchaus eine ganze Menge der gezahlten Steuern wiederbekommen. Dies gilt auch für die abgeschlossenen Versicherungspolicen.

mehr ...