24. August 2017, 11:00
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Minikredite: Was man vor dem Abschluss beachten muss

Wenn eine Rechnung zu einem Zeitpunkt ins Haus flattert, wo man ohnehin schon knapp bei Kasse ist, kann dies die Notwendigkeit eines Kredits ebenso ergeben, wie ein unerwarteter Defekt beispielsweise am Auto. Gut fährt somit jeder, der finanzielle Reserven für den Ernstfall bereit hält. Doch auch, wer vorher nicht so weit gedacht hat, kann sich aus der ungünstigen Lage mithilfe eines Minikredits unkompliziert heraus manövrieren.

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Minikredite werden von Verbrauchern wegen ihrer vielen Vorteile immer häufiger nachgefragt. Quelle: Yulia Grigoryeva – 369962126 / Shutterstock.com

 

Minikredit wird auch Kleinkredit genannt und ist recht unbürokratisch

Der Minikredit gehört zu den sinnvollsten Optionen, schnell an Geld zu kommen. Per Definition wird er auch Kleinkredit genannt und zeichnet sich im Zuge dessen durch folgende Charakteristika aus:

  • Die maximale Höhe liegt bei 10.000 Euro
  • In der Praxis liegt das Limit oft bei 3000 Euro
  • Vereinfachung der Zugangsvoraussetzungen

 

So liegt die Höchstgrenze dieses Konsumkredits bei 10.000 Euro, womit alles, was darüber hinaus geht, nicht mehr als Kleinkredit zu definieren ist. Viele Anbieter für Kleinkredite gehen in der Praxis so vor, dass sie nicht mehr als 3000 Euro zur Verfügung stellen, was nicht selten auch mit dem vereinfachten Ablauf zu tun hat. Die Kreditwürdigkeitsprüfung, die im Rahmen der Kreditvergabe normalerweise eine sehr wichtige Stellung einnimmt, ist beim Kleinkredit erleichtert und Sicherheiten werden ebenfalls nicht in einem so hohen Maße gefordert. Allenfalls müssen Kreditnehmer in eine Lohn- respektive Gehaltsabtretung einwilligen, wohingegen sie den Verwendungszweck gar nicht offenlegen brauchen. Für den Abschluss eines Minikredits spricht in der heutigen Zeit die äußerst schnelle Online-Beantragung, bei der man meist eine Sofortzusage bekommt. Viele Anbieter zahlen die gewünschte Kreditsumme dann umgehend aus. Vereinzelt gibt es sogar Anbieter, die trotz Schufa-Eintrag einem Kreditantrag zustimmen, doch dazu später noch mehr.

 

Kürzere Rückzahlungsdauer sollten Verbraucher auf dem Schirm haben

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Den aufgenommenen Minikredit müssen Verbraucher in einer wesentlich kürzeren Zeit zurückzahlen als üblich. Quelle: Maryna Pleshkun – 355731551 / Shutterstock.com

Ein Faktor, den Verbraucher bei der Aufnahme eines Minikredits auf dem Schirm haben sollten, ist die deutlich kürzere Rückzahlungsdauer im Vergleich zu einem herkömmlichen Ratenkredit. Sie liegt normalerweise irgendwo zwischen ein bis zwei Wochen und einer Höchstdauer von zwei Monaten. Das führt dazu, dass die Zinsen, die bei einem Minikredit anfallen, nicht zuletzt auch wegen der bereits erwähnten unkomplizierten Gewährung deutlich höher ausfallen können. Somit ergibt sich das immanente Risiko, dass Verbraucher ihre eigenen finanziellen Spielräume überschätzen und sich mit einem Minikredit überheben:

  1. Der monatlich zur Verfügung stehende Betrag für die Rückzahlung ist im Vorfeld zu evaluieren
  2. Ein Sicherheitspolster für ungeplante Anschaffungen sollte ebenfalls vorhanden sein

 

Wenngleich das Risiko, das mit der Aufnahme eines Minikredits verbunden ist, deutlich niedriger ist als bei einem hohen Ratenkredit oder vergleichbaren Darlehen, bringt es nur wenig, das Ganze überstürzt anzugehen. Idealerweise erstellt man sich deshalb bereits im Vorfeld einen genauen Plan für die vollständige Rückzahlung des Darlehens und nutzt die eingeräumte Opportunität nicht noch zusätzlich für einen überschwänglichen Lebensstil. Ein Minikredit muss nämlich in ganzer Summe und nicht lediglich in gleichbleibenden Raten zurückgezahlt werden. Hat man am Ende der Laufzeit aber nicht das Geld wieder parat, droht nicht nur Ärger mit dem Kreditgeber, sondern auch teure Mahngebühren.

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