8. Januar 2018, 07:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Fintechs: Deutsche Start-ups kommen schwerer an Investorengeld

Für Finanz-Start-ups in Deutschland hat sich die Suche nach Investoren im vergangenen Jahr deutlich erschwert. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor. Fintechs stehen hierzulande demnach in einem Verdrängungswettbewerb. 

Fintechs: Deutsche Start-ups kommen schwerer an Investorengeld

Deutsche Fintechs haben immer größere Schwierigkeiten Investoren zu finden.

Für junge deutsche Finanzfirmen wird es immer schwieriger, Geld von Investoren für ihre Expansion einzuwerben. Das einst in die Höhe geschossene Wagniskapital für die Fintechs floss 2017 das zweite Jahr in Folge zäher. Das zeigen Zahlen der Beratungsfirma Barkow Consulting, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

Demnach erhielten die Finanz-Start-ups mit 716 Millionen Euro zwar eine neue Rekordsumme von Investoren. Doch die Wachstumsrate von neun Prozent gemessen am Vorjahr lag weit unter den Steigerungen von 2016 (45 Prozent) und 2015 (135 Prozent).

Finanz-Start-ups, die Anlegern etwa Zinsvergleiche für Tagesgeld, Vermögensverwaltung, Kredite oder neue Zahlverfahren im Internet anbieten, galten lange als Boom-Branche und Gefahr für etablierte Banken. Nun zeichnet sich aber ab, dass sich nur wenige große Gründer durchsetzen und oft auf Kooperationen mit Geldhäusern setzen.

Fintechs: Finanzierungsumfeld wird schwieriger

“Das Finanzierungsumfeld für deutsche Fintechs wird schwieriger”, sagte Berater Peter Barkow. Das Wachstum der Investorengelder sei gering gemessen an der Rate in Großbritannien, wo nach abflauenden Brexit-Sorgen 2017 eine Verdreifachung erwartet werde.

In Deutschland gebe es einen Verdrängungswettbewerb. So hätten allein die zehn größten Fintechs zusammen 44 Prozent der Investorengelder erhalten, darunter das Kreditportal Kreditech mit einer Finanzierungsrunde von 110 Millionen Euro. Auch habe die Zahl der Finanzierungen insgesamt erstmals seit langem stagniert.

Dass sich die Fintech-Euphorie abschwächt, zeigt sich schon länger. Zuletzt fiel auch die Zahl der neu gegründeten Start-ups. Eine “harte Landung” der Branche erwartet Barkow 2018 aber nicht: “Noch gibt es keine Alarmsignale.” In Deutschland gab es laut Barkow Consulting und der Bank Comdirect im September 2017 knapp 700 aktive Fintechs. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Mit gutem Gewissen investieren: Nürnberger bringt nachhaltiges vermögensverwaltendes Portfolio

Die Nürnberger Versicherung baut ihr Angebot beim Thema Nachhaltigkeit aus: Neu ist ein nachhaltiges vermögensverwaltetes Portfolio für alle drei Schichten in der Altersvorsorge und die bAV.

mehr ...

Immobilien

Chancen für Immobilien-Investoren in Asien-Pazifik

Am Immobilienmarkt der Region Asien-Pazifik gilt es nach Ansicht des Vermögensverwalters Blackrock aktuell eine Balance zu finden: zwischen Opportunitäten, die sich aus strukturellen Veränderungen ergeben, und zyklischer Robustheit. „Sollte der Fokus auf dem einen oder dem anderen liegen? Die kurze Antwort lautet: Wahrscheinlich auf beidem“, sagen Bruce Wan, Leiter Immobilien-Research Asien, und sein Kollege William Yu.

mehr ...

Investmentfonds

Post-Corona: Welche Sektoren jetzt interessant sind

Die schlimmsten der kurzfristigen Corona-Auswirkungen dürften hinter uns liegen. Weniger klar ist jedoch, wie schnell sich das Wirtschaftswachstum wieder normalisiert. Nachfolgend die Einschätzung des Global Equity Teams von Nikko Asset Management.

mehr ...

Berater

Zurich bietet vier Anlagemodelle für nachhaltiges Investieren

Nachhaltiges Investieren ist derzeit in aller Munde. Die Berücksichtigung ökologischer und sozial-ethischer Aspekte in der Geldanlage ist zum Megatrend geworden. Die Zurich Gruppe Deutschland trägt diesem Umstand schon länger Rechnung und bietet jetzt im Rahmen ihrer Fondspolice gemanagte Depotmodelle an, die unter nachhaltigen Kriterien ausgestaltet sind.

mehr ...

Sachwertanlagen

Bergfürst-Crowdinvestment: Büros zu Wohnungen

Die Crowdinvesting-Plattform Bergfürst sucht sechs Millionen Euro in Tranchen ab zehn Euro, um ein Bürohaus in Frankfurt am Main in Mikro-Apartments umzubauen. Besonderheit: Wer wenig investiert, wird bei einer vorzeitigen Rückzahlung des Kapitals vorrangig bedient.

mehr ...

Recht

Reform des Wohnungseigentumsgesetzes: Das sind die Änderungen

Im Herbst 2020 wird voraussichtlich die Reform des Wohnungseignetumsgesetzes (WEG) mit wesentlichen Änderungen in Kraft treten. Dr. Christian Waigel, Waigel Rechtsanwälte, hat die zum Teil erheblichen Änderungen für Eigentümer zusammengefasst.

mehr ...