19. März 2019, 09:58
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Emissionshaus UDI geht in die Offensive

In einem außergewöhnlich langen, selbst verbreiteten Interview verteidigt der neue Chef des Emissionshauses UDI aus Nürnberg unter anderem die „Quersubventionierung“ von Geschäftsbereichen und kündigt ehrgeizige Ziele an.

Stefan Keller in Emissionshaus UDI geht in die Offensive

Stefan Keller, UDI: “Über eine gezielte Quersubventionierung etwaige Verluste auf ein Minimum reduzieren.”

Das offenbar als PR-Maßnahme geführte Interview umfasst nicht weniger als zwölf Seiten. Es wird unter dem Titel „Bulletin de l’ecologie“ von einer „RbB Rédaction des Bulletins“ aus Brüssel verantwortet, zu der sich ansonsten keine Informationen finden lassen, und wurde von der PR-Agentur der UDI an Cash. übermittelt.

Stefan Keller, Geschäftsführer der UDI Beratungsgesellschaft mbH, der zum Jahreswechsel mit seiner te management Gruppe große Teile der UDI-Gruppe übernommen hat, nimmt darin unter anderem ausführlich Stellung zu der aktuellen Situation und der Zukunft von UDI.

Paragraf-11a-Warnmitteilungen

Das Emissionshaus zählt seit über 20 Jahren zu den führenden Anbietern im Bereich von Investments im Bereich der Erneuerbaren Energien, ist zuletzt aber in die Defensive geraten.

So sah UDI sich Mitte 2018 wegen der Insolvenz einer Biogas-Projektgesellschaft jeweils zu einer Pflicht-Warnmitteilung nach Paragraf 11a Vermögensanlagengesetz für ein Nachrangdarlehen und eine KG-Beteiligung veranlasst. Solche Mitteilungen sind gesetzlich vorgeschrieben, sofern die Fähigkeit eines Emittenten zur Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber Anlegern erheblich beeinträchtigt ist.

Kritik von “Finanztest” und Loipfinger

Eine weitere 11a-Mitteilung folgte im Januar 2019 für Nachrangdarlehen der te Solar Sprint IV GmbH & Co. KG, die von UDI im Herbst 2016 platziert worden waren. Die zur Stiftung Warentest gehörende Zeitschrift “Finanztest” griff das Thema auf und kritisierte zudem, dass weitere UDI-Angebote unter Plan laufen.

Der Fachjournalist Stefan Loipfinger, der teilweise auch für “Finanztest” schreibt, kritisierte auf seiner Website investmentcheck.de unlängst ebenfalls, dass von verschiedenen UDI-Emissionen Liquidität an zwei Biogas-Projektgesellschaften geflossen sei, die anscheinend in Schwierigkeiten geraten waren. „Hat der Anbieter vorsätzlich frisches Anlegerkapital systematisch in notleidende Biogasprojekte gesteckt, um Probleme zu verschleiern?“, fragte (sich) Loipfinger.

Seite 2: „Quersubventionierung nichts Schlimmes“

Weiter lesen: 1 2 3

2 Kommentare

  1. Guten Tag,

    ich bin mit etlichen Engagement bei der UDI – / te Gruppe involviert. Mich interessiert Ihre Bilanzanalyse.

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter K. Siebert
    Eibachstrasse 3
    65199 Wiesbaden

    Mobil: 01 72 61 59 850
    E-Mail: wksiebert@t-online.de

    Kommentar von Walter K. Siebert — 9. Mai 2019 @ 15:07

  2. Utility Consultants haben eine Bilanzanalyse aller UDI Gruppengesellschaften für die Jahre 2015 bis 2017 erstellt, die die ganze Wahrheit über den wirtschaftlichen Erfolg der UDI Gruppe zeigt und die Aussagen von Herrn Keller ins rechte Licht rückt.

    Interessierte können sich über unsere Webseite bei uns melden.

    Kommentar von Kai Schröder — 20. März 2019 @ 21:47

Ihre Meinung



 

Versicherungen

BU: Nicht der Preis, sondern das subjektive Kaufrisiko verhindert den Abschluss

In 2018 waren 29 Prozent der Erwerbstätigen durch eine Berufsunfähig-keitsversicherung abgesichert. Immerhin eine Steigerung um 10 Prozentpunkte seit 2008, aber immer noch sind zwei Drittel der Erwerbstätigen ohne Schutz gegen einen Einkommensverlust durch Arbeitsunfähigkeit. Obwohl die Sensibilität für eine Absicherung des Wohlstands der Fa- milie und für sich selbst sehr groß ist, stehen vor allem zwei Fragen dem Abschluss entgegen.

mehr ...

Immobilien

Savills IM erwirbt deutsches Logistikportfolio

Savills IM erwirbt drei Umschlaghallen in Deutschland mit insgesamt run 15.400 qm Mietfläche. Derzeitig ist das Objekt noch vollständige und langfristig an die Deutsche Post Immobilien GmbH vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

ÖKOWORLD bietet Eltern und Großeltern den passenden politischen Investmentfonds

Der Zusammenschluss „Parents for Future“ ist eine wirkungsvolle Initiative, die jungen Menschen der “Fridays für Future”-Bewegung in ihren Forderungen nach einer konsequenten Klima- und Umweltschutzpolitik unterstützt. Der ROCK ´N `ROLL FONDS von ÖKOWORLD ist als erster Elternfonds der Welt ist genau für diese Community gemacht.

mehr ...

Berater

Vollzogen: Baloise schließt Übernahme von Fidea ab

Die Baloise Group schließt nach der Genehmigung aller Behördenden Erwerb des belgischen Versicherers Fidea NV nun ab. Mit der Übernahme stärkt die Baloise ihre Marktposition im attraktiven belgischen deutlich.

mehr ...

Sachwertanlagen

Aberdeen Standard Investments nimmt schwedische Immobilien ins Portfolio

Aberdeen Standard Investments (ASI) hat seinen paneuropäischen Wohnimmobilienfonds Aberdeen Pan-European Residential Property Fund (ASPER) SICAV-RAIF mit dem Kauf eines Portfolios neuer Wohnimmobilien in Schweden erweitert. Mit dieser jüngsten Akquisition ist das Fondsportfolio nun über sechs Länder und 27 verschiedene Anlagen diversifiziert und hat ein Vertragsvolumen von über 750 Mio. Euro erreicht.

mehr ...

Recht

Testament: Warum es bei Patchwork-Familien ein Muss ist

Stief- und Patchwork-Familien sind längst keine Seltenheit mehr, sondern für viele Menschen ist es der Alltag. Warum für diese Familienkonstellationen ein Testament unabdingbar ist. Interview mit Cornelia Rump, Fachanwältin für Erbrecht, in einem Interview mit der Initiative „Mein Erbe tut Gutes. Das Prinzip Apfelbaum“.

mehr ...