Exklusiv-Umfrage: Zukunft der Maklerpools

In den vergangenen Jahren bestimmten Übernahmen, Beteiligungen von Versicherern oder auch Schließungen die Poollandschaft. So hat der Maklerpool Wifo aus Rheinstetten im Februar 2010 den PKV-Spezialvertrieb Financial Experts (FEG) übernommen. Im Juni letzten Jahres gab der Pool Dr. Maasjost & Collegen aus Münster die Übernahme der PMA bekannt.

Auch in den nächsten Jahren rechnet die Branche mit einer weiteren Konsolidierung des Poolmarkts, in deren Folge die Anzahl der Unternehmen weiter abnehmen wird. Die hohen Investitionen in EDV, Organisation und Infrastruktur, die notwendig sind, um den Vermittlern weiterhin einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen und guten Service zu bieten, werden insbesondere für kleinere Pools große finanzielle Herausforderungen darstellen.

Viele der befragten Unternehmen beurteilen diese Entwicklung aber durchaus positiv. Sie rechnen nicht nur mit einer Verbesserung der Vermittlungsqualität, sondern auch damit, dass sich langfristig nur die Pools am Markt werden halten können, die den gestiegenen Serviceerwartungen der Makler gerecht werden.

In den Veränderungen des Marktes sehen sie gleichfalls eine Chance auf zunehmende Bedeutung der Servicequalität in der Poolbranche. „Wir gehen davon aus, dass sich der Markt stärker in Richtung Qualität entwickeln und bereinigen wird. Daraus resultierend erwarten wir, dass einige Pools und Gesellschaften, die diesen Weg nicht eingeschlagen haben, in Zukunft nicht am Markt bestehen können und gegebenenfalls übernommen werden“, so Jan Dinner, Inhaber der Insuro Maklerservice. Die Maklerpools sind überzeugt von ihrem Geschäftsmodell. Fast alle in der Serviceübersicht aufgeführten Unternehmen glauben, dass die Bedeutung der Pools auch künftig weiter steigen wird.

Im Zuge der Regulierungsbestrebungen und der Umstrukturierung des Marktes könnte eine gemeinsame Interessenvertretung sinnvoll sein, um die Anliegen der Maklerpools in Branche und Politik zu repräsentieren. Die Mehrheit der von Cash. befragten Unternehmen würde eine solche Vertretung tatsächlich begrüßen. „Eine gemeinsame Interessenvertretung mehrerer Akteure gegenüber der Politik ist sinnvoll, wenn sich diese Akteure auch über die gemeinsamen Ziele im Klaren sind. Wir sind hier offen für neue Ideen und begrüßen Plattformen, die einen Austausch zwischen Wettbewerbern ermöglichen“, meint Norbert Porazik, Geschäftsführer der Fonds Finanz Maklerservice GmbH.

Seite drei: Kooperationen sind schwierig

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