14. Februar 2005, 00:00
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Maritimes Bündnis: MPC im Plan

Die MPC Capital AG, Hamburg, hat von 38 im Rahmen des maritimen Bündnisses bis Ende 2005 angestrebten Rückflaggungen im vergangenen Jahr 16 durchgeführt. 22 Schiffe will der Marktführer im Bereich Schiffsfonds ? gleichzeitig größtes deutsche Emissionshaus geschlossener Fonds ? in diesem Jahr noch ins deutsche Register zurückholen.

Hintergrund: Auf der maritimen Konferenz Anfang 2004 vereinbarten Bundesregierung, Gewerkschaft Verdi sowie Reeder und Emissionshäuser ein umfangreiches maritimes Bündnis. Wichtigster Inhalt: Die Schifffahrtsbranche verpflichtete sich, bis Ende 2005 100 bis 200 Schiffe aus ausländischen Billigregistern zurück unter deutsche Flagge zu holen. Die Bundesregierung, die sich auf diese Weise eine Erhöhung der Steuereinnahmen erhofft, versprach im Gegenzug die Tonnagesteuer vorerst nicht anzutasten.

Insgesamt halten sich Reeder und Schiffsfondsinitiatoren bei der Umsetzung ihres Versprechens bislang zurück. Grund: Die Kosten, die mit der deutschen Flagge einhergehen, übersteigen jene ausländischer Billigflaggen zum Teil um sechsstellige US-Dollar-Beträge jährlich. Zudem ist das unter deutscher Flagge erforderliche qualifizierte deutsche Personal für die Schiffe derzeit überaus schwer zu bekommen.

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