Conti: Flotte wächst auf 80 Schiffe

Der Schifffahrtsboom beschert der Charterreederei Conti aus Putzbrunn bei München in diesem Jahr ein Rekordergebnis. Die Flotte werde bis Ende 2006 von 70 auf 80 Schiffe anwachsen, sagte Geschäftsführer Nikolaus Pröls auf der gestrigen Jahrespressekonferenz im Hamburger Hotel Atlantic. 35 dieser Schiffe seien dann komplett schuldenfrei, noch einmal elf mehr als Ende vergangenen Jahres. Die Ausschüttung an die Anteilseigner der Schiffe werde über der des Vorjahres liegen.

Dabei war bereits das Jahr 2005 nach den Worten des Geschäftsführers „das beste in der 35-jährigen Firmengeschichte“. Die Ausschüttungen lagen laut Pröls bei 200 Millionen Euro, 50 Millionen Euro höher als zuvor in den Verkaufsprospekten für die Fonds angesetzt. Die Chartereinnahmen stiegen von 381 auf 433 Millionen Euro.

Auch in den kommenden Jahren wird sich die Conti-Flotte vergrößern. So hat die Reederei bis 2009 insgesamt 19 Schiffe bestellt, darunter auch zwei Containerschiffe mit einer Tragfähigkeit von 9.700 Standardcontainern (TEU). Geordert wurden zudem acht Tanker. „Mit den Tankschiffen wollen wir uns etwas breiter aufstellen und weniger abhängig vom Containermarkt machen“, sagte Co-Geschäftsführer Shaun Harbison.Angesichts des Booms sieht sich die Reederei aber auch gezwungen, mehr Schiffe unter ausländischer Flagge fahren zu lassen. „Es gibt nicht genügend einheimisches Personal“, so Pröls. Fünf Schiffe seien nun unter liberianischer Flagge unterwegs. Insgesamt befänden sich aber noch immer 90 Prozent der Flotte unter deutscher Flagge.

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