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8. Mai 2006, 00:00
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Nordcapital: Diversifikation dauert an

Die Hamburger Nordcapital-Gruppe, deren Kern das gleichnamige Emissionshaus bildet, befindet sich auf einem stetigen Wachstumskurs. 310 neue Arbeitsplätze schuf die Unternehmensgruppe, die inzwischen weltweit mehr als 2.200 Menschen beschäftigt, im vergangenen Jahr. In Hamburg, wo rund 200 Menschen in Diensten des Hauses stehen, wurden 2005 elf neue Mitarbeiter eingestellt.

Grundlage der Expansion ist das erfolgreiche Emissionsgeschäft von Nordcapital. Das Emissionshaus platzierte 2005 Eigenkapital in Höhe von insgesamt 201 Millionen Euro. Das entspricht nach Rechnung des Unternehmens einem Investitionsvolumen von 431 Millionen Euro. Bemerkenswert: Beim angestammten Schiffsfonds-Initiator Nordcapital war mit 212 Millionen Euro Investitionsvolumen erstmals der Immobilienbereich der größte Geschäftsbereich.

Gleichzeitig leistete Norcapital in 2005 Ausschüttungen an die Anleger in Rekordhöhe von 139 Millionen Euro.

Auch für 2006 ist weiteres Wachstum vorgesehen. Anvisiert wird die Eigenkapitalmarke von 250 Millionen Euro. In diesem Jahr soll der Schwerpunkt der Emissionstätigkeit auf die Private-Equity-Fonds verlagert werden. Nach der Ausplatzierung eines Restkontingents in Höhe von 11,4 Millionen Euro für den PE-Fonds V steht eine gemeinsam mit der Deutschen Bank zu platzierende Groß-Offerte auf dem Programm. Für den Fonds Private Equity Portfolio I soll das größte deutsche Geldinstitut Eigenkapital in Höhe von nicht weniger als 75 Millionen Euro einwerben. Zudem steht im Anschluss mit dem Private Equity Fonds VII der Vertrieb eines weiteren serienmäßigen Produktes an (EK-Volumen: Etwa 30 Millionen Euro).

Während Nordcapital vor allem die Perspektiven im Private-Equity-Bereich optimistisch einschätzt, sieht das Haus die Entwicklung auf den Schifffahrtsmärkten eher skeptisch. Einem Wachstum der weltweiten Containerschiff-Flotte um rund 43 Prozent in den kommenden zwei Jahren steht nach Angaben des Hauses ein Zuwachs bei der Nachfrage nach Frachtraum um lediglich etwa 29 Prozent gegenüber. Folge: Die Charterraten bleiben nach Einschätzung der Nordcapital-Führung weiterhin unter Druck. Betroffen sind zudem vor allem die großen Schiffklassen, da in diesem Bereich mit dem größten Flottenzuwachs zu rechnen ist. Frühestens Ende 2007, so die vorsichtige Schätzung des Hauses, ist eine Erholung der Charterraten zu erwarten.

Als Ausgleich zu der Flaute im Geschäft mit Containerschiffen eröffnet die Unternehmensgruppe ein neues Geschäftsfeld. So hat Nordcapital bereits sechs Versorgungsschiffe für Öl-Bohrinseln ? so genannte Platform Supply Vessels (PSV) ? bestellt. Hintergrund ist eine sich verschärfende globale Rohstoffknappheit, die es nach Einschätzung von Nordcapital künftig erforderlich machen wird, verstärkt Ölreserven auf hoher See (?Offshore?) zu erschließen.

Die ersten beiden PSV sollen bereits 2007 von der norwegischen Aker-Werft ausgeliefert werden. Das Investitionsvolumen für alle sechs Schiffe beläuft sich auf rund 140 Millionen Euro. Ob die Finanzierung per Fonds realisiert wird, ist nach Angaben von Nordcapital-Chef Erck Rickmers allerdings noch offen.

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