14. Dezember 2007, 00:00
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Nordcapital-Gruppe erhält neue Struktur

Die Hamburger Nordcapital-Gruppe erhält mit Beginn des Jahres 2008 eine neue Struktur. Das teilte das Emissionshaus heute mit. Unter dem Dach einer reinen Finanzholding werden Reederei, Emissionshaus und die Private Equity Gesellschaft equitrust künftig eigenständig agieren.

Die Reederei E.R. Schiffahrt wird aus der Gruppe herausgelöst und als unabhängiges Unternehmen tätig sein. Alle Schifffahrtsaktivitäten werden unter ihrem Dach gebündelt. Die Reederei wird auch in Zukunft eng mit der Nordcapital-Gruppe kooperieren, ?zusätzlich aber ihre Kontakte zu anderen Emissionshäusern und Finanzgesellschaften ausbauen?, heißt es in der Mitteilung. Das Unternehmen soll in den kommenden Jahren als diversifizierter maritimer Dienstleister ?kräftig expandieren?.

Als Nordcapital-Gruppe firmieren künftig die Investmentaktivitäten rund um das Fondsgeschäft. Chief Executive Officer (CEO) Reiner Seelheim soll die Expansion und Diversifikation des Fondsgeschäfts vorantreiben. Mit der Einführung neuer Produkte strebt das Emissionshaus auch eine deutliche Erhöhung des Platzierungsvolumens an.

“Da Reederei und Emissionshaus unterschiedliche Ziele verfolgen, war es sinnvoll, ihnen größere Unabhängigkeit voneinander zu geben”, erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Erck Rickmers. “In der neuen Struktur können die Unternehmen ihre Potentiale optimal erschließen.”

Günther Casjens, geschäftsführender Gesellschafter der Gruppe, wird im Zuge der Neuordnung ?im freundschaftlichen Einvernehmen? zum 31. März 2008 ausscheiden. Zum 1. Februar 2008 wird Knud Stubkjær als CEO und geschäftsführender Gesellschafter der E.R. Schiffahrt die Verantwortung für den Schifffahrtsbereich übernehmen. Er sei bis Mitte 2007 Vorstandsmitglied der dänischen A.P. Moeller Maersk Gruppe gewesen.

Die Reederei gab zudem mehrere Neubestellungen bekannt. Sie hat ?vor kurzem? bei Hyundai zehn Supramax Bulk Carrier mit einem Auftragswert von rund 470 Millionen US-Dollar bestellt. Die Schiffe haben eine Tragfähigkeit von je 56.000 Tonnen und verfügen über eigenes Ladegeschirr. Die Ablieferung erfolgt zwischen 2009 und 2011, alle Schiffe sind für jeweils fünf Jahre fest verchartert. Am vergangenen Dienstag hat die zur Reederei gehörende OSM Schiffahrt zudem vier weitere Ankerziehschlepper (Anker Handling Tug Supply Vessels) mit einem Auftragswert von rund 300 Millionen US-Dollar bestellt und damit die Option aus einem früheren Kaufvertrag genutzt. Die für die Ölindustrie tätige Offshore-Flotte wird damit auf 19 Einheiten wachsen.

Insgesamt disponiert E.R. Schiffahrt 114 Einheiten in Fahrt und in Bau. Es handelt sich um Schiffe in den Bereichen Container (82 Einheiten), Bulk (10), Chemikalien (3) und Offshore (19). Das Auftragsbuch der Reederei umfasst insgesamt 43 Schiffe im Wert von über 3 Milliarden US-Dollar. (gei)

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