VIP-Medienfonds: Haftstrafen gefordert

Im Strafprozess gegen die Geschäftsführer des Medienfonds-Anbieters VIP, München, fordert die Staatsanwaltschaft sieben Jahre Haft für Andreas Schmid und 2,5 Jahre für Andreas Grosch. Das bestätigte das Oberlandesgericht München gegenüber cash-online.

Beiden Managern wird vorgeworfen, sie hätten 80 Prozent der Fondsgelder nicht wie versprochen in Filmproduktionen investiert, sondern zur Absicherung von Rückzahlungen mittelbar an Banken weitergeleitet und damit die Anleger und den Fiskus hintergangen. Nach Mitteilung der Justizpressestelle bezieht sich die geforderte Strafe nur auf Steuerhinterziehung in Zusammenhang mit dem VIP-Medienfonds 3. Das Verfahren hinsichtlich des VIP Medienfonds 4 und hinsichtlich des Vorwurfs der Untreue sei abgetrennt und ausgesetzt worden.

Der Branchendienst „fondstelegramm“ berichtet, dass Schmid, der seit mehr als zwei Jahren in Untersuchungshaft sitzt, laut dem Schlussplädoyer von Staatsanwalt Michael Koch-Schulte die treibende Kraft war. Die Ermittlungen hätten aber auch ergeben, dass Grosch mehr involviert gewesen sei, als ursprünglich angenommen wurde. (sl)

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