Anzeige
Anzeige
24. Mai 2007, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zertifikate: Rückwirkende Steuer geplant

Der Gesetzentwurf zur Unternehmenssteuerreform sieht überraschend eine rückwirkende Änderung für die Besteuerung von Gewinnen aus dem Verkauf von Zertifikaten vor. Darauf weist die Kanzlei Rödl GmbH, Nürnberg, hin.

Nach dem neuesten Gesetzentwurf fallen demnach Veräußerungsgewinne aus Zertifikaten bereits dann unter die geplante Abgeltungssteuer, wenn die Papiere nach dem 14. März 2007 erworben wurden und nach dem 30. Juni 2009 verkauft werden. Bisher war als Stichtag für den Kauf der 31. Dezember 2008 vorgesehen gewesen, der auch weiterhin für allen anderen Wertpapiere gelten soll.

Betroffen von der rückwirkenden Änderung sind unter Umständen auch geschlossene Fonds, die ihre Investitionen über Zertifikate vornehmen. Ein solches Konstukt hatten zuletzt vor allem einige Private-Equity-Fonds gewählt.

?Es kann nicht empfohlen werden, den Vertrieb mit Prospekten, die die Steuerfreiheit des Verkaufs oder der Einlösung der Zertifikate propagieren, ohne deutlichen Hinweis auf die Rechtsentwicklung fortzuführen?, betont Martin Führlein, Rechtsanwalt und Steuerberater bei Rödl. Die Abgeltungssteuer beträgt 25 Prozent des Gewinns plus Solidaritätszuschlag und würde die Rentabilität der Anlagen entsprechend verringern.

Die geplante Änderung wurde im Finanzausschuss des Bundestages auf Anregung des Bundesrates beschlossen. Trotzdem sei grundsätzlich offen, ob das Vorhaben im weiteren Gesetzgebungsverfahren berücksichtigt wird, so Führlein. So stelle sich bespielsweise die Frage, ob die Ungleichbehandlung der Zertifikate gegenüber anderen Wertpapieren verfassungsrechtlich gerechtfertigt werden kann.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...