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19. September 2008, 00:00
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VGF will staatliche Regulierung

Der Verband geschlossene Fonds e.V. (VGF), Berlin, strebt eine gesetzliche Regulierung der Branche an. Das sagten übereinstimmend Dr. Joachim Seeler, Vorstandsvorsitzender des VGF und Geschäftsführer des Emissionshauses Hamburg Trust, sowie Dr. Torsten Teichert, VGF-Vorstand und Chef der Hamburger Lloyd Fonds AG, bei einem Pressegespräch in München.

Es müsse sich um eine für geschlossene Fonds ?passende? Regulierung handeln, betonte Seeler. Eine Banklizenz beispielsweise sei für Emissionshäuser nicht notwendig. Die Branche müsse von sich aus tätig werden, so Seeler, da sie immer wieder auch von Gesetzesänderungen betroffen sei, die nicht auf geschlossene Fonds gemünzt seien. Noch vor zwei Jahren hatte sich der Verband vehement dagegen gewehrt, im Rahmen der Umsetzung der europäischen Finanzmarktrichtlinie MiFID unter eine Regulierung zu fallen.

Im VGF, der hauptsächlich etablierte Anbieter zu seinen Mitgliedern zählt, herrsche Konsens darüber, dass eine Regulierung notwendig sei, sagte Seeler. Welche konkreten Ziele und Maßnahmen in der Diskussion mit der Politik angestrebt werden sollen, werde derzeit verbandsintern diskutiert. Seeler erwartet indes keine ?Lex geschlossene Fonds?, sondern die Zuordnung zu einer bestehenden gesetzlichen Regulierung, etwa die Einstufung der Emissionshäuser als Finanzdienstleistungsinstitut gemäß dem Kreditwesengesetz. Generell müsse die Gesetzesänderung die Haftung, die Frage der Aufsicht und die Europafähigkeit der Fonds umfassen.

Teichert prognostizierte, dass es in fünf Jahren nur noch 50 Emissionshäuser mit Marktbedeutung geben wird. Ein Großteil der derzeit etwa 300 Anbieter, inklusive ? so Teichert ? ?Krethi und Plethi?, werde vom Markt verschwinden. Der Grund werde in den meisten Fällen allerdings nicht die gesetzliche Regulierung sein, sondern die zunehmend restriktive Haltung der Banken, insbesondere bei der Vorfinanzierung von Projekten, fügte er hinzu. (sl)

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