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14. Mai 2009, 00:00
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Auch Hansa Treuhand will Schnäppchen jagen

Der Schiffsfonds-Initiator Hansa Treuhand, Hamburg, plant einen Fonds, der die schwierige Lage auf den Schiffsmärkten für günstige Käufe nutzen will. Das sagte Unternehmens-Chef Hermann Ebel anlässlich der Vorstellung der Leistungsbilanz-Ergebnisse für 2008.

Die Mindestbeteiligung des als Blind Pool konzipierten Angebots soll allerdings bei 200.000 Euro liegen. Für ?Kleinanleger? seien solche Fonds nicht geeignet, sagte Ebel. Angaben zu Details des geplanten Konzepts machte er nicht. Das angestrebte Volumen wird wohl bei wenigstens 50 bis 100 Millionen Euro liegen. Mindestens die Hälfte des Eigenkapitals will Hansa Treuhand selbst beisteuern.

Auf den Schifffahrtsmärkten sieht Ebel die Talsohle erreicht. Die Ladungsmengen würden wieder zunehmen, und hinsichtlich der Transportfinanzierungen (Akkreditive) sei eine leichte Entspannung zu verzeichnen. Mit einer signifikanten Besserung der Charterraten für Containerschiffe rechnet Ebel wegen des großen Überangebots an Tonnage indes nicht vor dem vierten Quartal 2010.

Obwohl die Hansa Treuhand 2009 bis 2012 noch die Ablieferung von zehn Containerschiffen mit einem Auftragsvolumen von zusammen 700 Millionen US-Dollar erwartet, will sie in den kommenden zwölf bis 18 Monaten voraussichtlich keinen Schiffs-Publikumsfonds auflegen. Das Eigenkapital für die Frachter, die noch nicht verchartert sind, sei bereits vorhanden und das Fremdkapital fest zugesagt, so Ebel.

Hansa Treuhand sei insofern nicht auf die Platzierung angewiesen, und neue Projekte seien derzeit nicht in Sicht. ?Wir wollen nicht Don Quichotte spielen?, sagte Ebel mit Blick auf die oft fruchtlosen Platzierungsbemühungen und die mageren Absatzzahlen seiner Wettbewerber.Kurz vor dem Start steht hingegen der schon seit längerem angekündigte zweite Private-Equity-Fonds der Hansa Treuhand, den sie zusammen mit der Hamburger Berenberg Bank und erstmals mit dem Schweizer Investment-Manager Adveq auflegt.

Die Kurzfassung der Leistungsbilanz 2008 weist für die kumulierten Ergebnisse zwar geringfügig schwächere Ergebnisse aus als im Vorjahr, in der Summe aus Ausschüttungen, Tilgungen und Steuereffekt liegen die Hansa-Treuhand-Fonds aber im Schnitt noch immer 17 Prozent über den Prospektprognosen. Der Tilgungsvorsprung der Flotte beträgt 1,5 Jahre. 2008 leisteten die Fonds im Schnitt Ausschüttungen von rund neun Prozent des Eigenkapitals. Für 2009 erwarte er Auszahlungen zwischen drei und fünf Prozent, sagte Ebel. 90 Prozent der Schiffe seien in Pools beschäftigt und die Restlaufzeit der Charterverträge der Flotte betrug Anfang des Jahres im Mittel noch 1,5 Jahre. (sl)

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