Anzeige
25. August 2009, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Die Schattenseite des Sonnenstroms

Deutschlands Stromverbraucher müssen sich auf höhere Belastungen einstellen. Nach Berechnungen der Financial Times Deutschland (FTD) und des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), Essen, beläuft sich die Summe der Fördergelder für Fotovoltaikanlagen bis 2013 auf rund 77 Milliarden Euro und übersteige damit die Prognosen bei weitem.

Die dadurch entstehenden Solarschulden müssen von den Stromkunden abgetragen werden. Obgleich Sonnenkraftwerke nur 0,7 Prozent des deutschen Stroms erzeugen, werden sie vom Staat gefördert. Das Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) garantiert Erzeugern von Sonnenstrom, dass sie diesen 20 Jahre lang unbegrenzt ins Netz einspeisen dürfen, zu Preisen von bis zu 43 Cent pro Kilowattstunde. Das erzeugte eine ungeahnte Nachfrage.

Nach FTD-Recherchen wurden im Jahr 2008 auf deutschen Dächern und Äckern Fotovoltaikanlagen mit 1.500 Megawatt Leistung installiert. 2009 dürften 2.000 bis 3.000 Megawatt hinzukommen. Der Bundesverband Solarwirtschaft hatte im Mai 2008, unmittelbar vor der Novelle des EEG, nur knapp 700 Megawatt Zuwachs pro Jahr vorhergesagt. Verbraucherschützer fordern nun eine deutliche Absenkung der staatlichen Förderung. “Nachdem die Preise um 30 Prozent und mehr gefallen sind, sollte auch die Vergütung entsprechend sinken”, sagte Manuel Frondel, Solarexperte des RWI gegenüber der Tageszeitung. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass die deutschen Stromverbraucher 20 Jahre lang Milliarden für diese Technologie zahlten und die ganzen Arbeitsplätze nach Asien abwanderten. (af)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...