Anzeige
Anzeige
27. März 2009, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Gebab: Anleger lehnen Notverkauf ab

Die Anleger des Containerschiffs MS ?Champion? des Emissionshauses Gebab, Meerbusch, haben in einer außerordentlichen Gesellschaftersammlung den Notverkauf ihres Frachters abgelehnt. Gebab hatte den Verkauf zur Abstimmung gestellt, weil dem Fonds das Geld auszugehen droht: Das 1997 auf der Kvaerner-Warnow-Werft in Rostock gebaute Schiff mit Platz für 2.980 Standardcontainer (TEU) ist seit November 2008 ohne Beschäftigung.

Der Fonds weist laut Gebab einen Tilgungsvorsprung von 2,5 Jahren auf und ist bis auf 1,3 Millionen US-Dollar entschuldet. Doch ausgerechnet der bisher sehr gute Verlauf wird jetzt anscheinend zum Nachteil: Da die finanzierende Bank weitgehend aus dem Risiko ist, hat sie kein spezielles Interesse mehr an dem Fonds und gewährt keinen neuen Kredit. ?Wir werden leider für die schnelle Tilgung bestraft?, beklagt Guido Winkler, geschäftsführender Gesellschafter der Gebab.

Bei einem Verkauf des Schiffes würde derzeit angesichts der desolaten Marktlage mit zwölf bis 15 Millionen US-Dollar wohl maximal die Hälfte dessen erzielt werden können, was es unter normalen Marktverhältnissen wert ist. Stattdessen hätten die Anleger sich mehrheitlich für ein vorgestelltes Finanzierungskonzept ausgesprochen, so Gebab. Demnach sind Nachschüsse notwendig, wobei der einzelne Anleger grundsätzlich nicht gegen seinen Willen zu zusätzlichen Zahlungen herangezogen werden kann. Einzelheiten des Konzepts teilte Gebab nicht mit.

Nach Berechnung des Emissionshauses hat der Fonds bis Ende 2010 einen Liquiditätsbedarf von 4,3 Millionen Euro, wenn er bis dahin gar keine Einnahmen erzielen sollte. Das entspricht rund 23 Prozent des Kommanditkapitals.

Viele Anleger dürfte auch der ?Unterschiedsbetrag? von der Zustimmung zu einem Verkauf abgehalten haben. Er beläuft sich laut Gebab-Leistungsbilanz auf 96 Prozent der Einlage. Diese Summe muss der Anleger unabhängig vom tatsächlichen Erlös nachträglich versteuern, wenn das Schiff verkauft wird oder er seinen Anteil veräußert. Würde das Schiff jetzt verkauft werden, müssten Anleger mit Spitzensteuersatz demnach praktisch den gesamten Erlös an das Finanzamt überweisen – oder vielleicht sogar noch etwas mehr. (sl)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

“Erfreulich hohes Niveau”: Softfair prüft BU-Tarife

Die Qualität der Berufsunfähigkeitsversicherungen ist weiter gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt das diesjährige BU-Leistungsrating von Softfair. Die Analysten haben nach eigenen Angaben 167 Tarife von 38 Anbietern auf den Prüfstand gestellt, gefiltert nach Berufsstatus.

mehr ...

Immobilien

Immobilien-Crowdinvesting: Vorerst keine Einschränkungen

Die Abgeordneten des Bundestags diskutierten vergangene Woche die Evaluation des Kleinanlegerschutzgesetzes und haben vorerst keine Einschränkungen vorgesehen. Somit können Crowdinvesting-Angebote für Immobilien weiter in der bestehenden Form durchgeführt werden.

mehr ...

Investmentfonds

Folgen der Normalisierungs-Strategie der Fed

Die amerikanische Notenbank Fed ist aktuell dabei, ihre Strategie für eine “Normalisierung” ihrer Bilanz zu überdenken. Entzieht das dem US-Anleihenmarkt und dem Markt für globale risikobehaftete Aktiva das Fundament, fragt sich Gavyn Davies von Fulcrum AM.

mehr ...

Berater

Ertrags-Nießbrauch: Firmenanteile schenken, Gewinne behalten

Das Maklerunternehmen soll nach und nach an die nächste Generation übertragen werden, aber die generierten Gewinne sollen den Beschenkten noch nicht zufliessen? Die Lösung: Schenker können sich an den verschenkten Unternehmensanteilen einen Nießbrauch einräumen lassen.

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A+“ für Ökorenta Erneuerbare Energien IX

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet den Sachwertfonds „Erneuerbare Energien IX“ der Ökorenta aus Aurich mit insgesamt 82 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A+).

mehr ...

Recht

BU-Streitfälle vor Gericht: Wie stehen Ihre Chancen?

Wird ein Versicherungsnehmer berufsunfähig und verweigert sein Versicherer die Zahlung einer BU-Rente, landen diese Streitfälle nicht selten vor Gericht. In seiner aktuellen Ausgabe hat das Verbrauchermagazin Finanztest 143 BU-Urteile ausgewertet – worüber wurde am meisten gestritten?

mehr ...