Hamburgs Hafen wartet auf Anstieg des Containerumschlags

Der Aufschwung in der Containerschifffahrt lässt weiter auf sich warten. Im Hamburger Hafen, wo jetzt das Weihnachtsgeschäft läuft, zeichnet sich noch keine durchgreifende Besserung nach den starken Umschlagrückgängen des ersten Halbjahres 2009 ab. Die Krise sei zwar tiefgreifend aber zeitlich befristet, betont ein Sprecher des Unternehmensverband Hafen Hamburg (UVHH).

Auch wenn der Tiefpunkt in den wichtigsten Volkswirtschaften der Welt überschritten sei, werde es nach Einschätzung der Interessenvertretung noch einige Zeit dauern, bis die Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise überwunden seien. In den ersten sechs Monaten war der Containerumschlag des Hafens um fast 29 Prozent niedriger als im Vorjahr. Eine verlässliche Prognose bis zum Jahresende gibt es noch nicht, doch könnte der Umschlag ohne weiteres um rund zwei Millionen TEU niedriger liegen als im Jahr 2008. Für die Hamburger Hafeninfrastruktur, die nach jahrelangem stürmischem Wachstum teilweise überlastet war, bedeutet das eine Atempause.

Der Hafen bereitet sich aber auf neues Wachstum vor. „Die grundlegenden Strukturen der Globalisierung sind nach wie vor intakt, so dass der Welthandel und der Seeverkehr nach dem Anspringen der Konjunktur ebenfalls wieder zunehmen werden“, heißt es beim UVHH. (af)

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