Anzeige
Anzeige
11. Mai 2009, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

ISL: Kleinere Frachter kommen schneller aus der Krise

Containerschiffe mit einer Kapazität zwischen 1.000 und 3.000 Stellplätzen (TEU) werden die aktuelle Marktschwäche voraussichtlich schneller überwinden als größere Frachter. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) in Bremen, die im Auftrag des Emissionshauses Gebab, Meerbusch, erstellt wurde.

Allerdings wird das Überangebot an Schiffsraum durch Neuablieferungen und eine weiter eingetrübte Konjunktur zunächst noch deutlich zunehmen. Insgesamt wird die Kapazität von Containerschiffen ohne Beschäftigung (?aufgelegte Tonnage?) von derzeit etwa 1,3 Millionen TEU bis Anfang 2012 auf rund 3,7 Millionen TEU ansteigen und sich erst danach wieder abbauen, so die ISL-Prognose. Das würde rund 20 Prozent der gesamten Tonnage entsprechen.

Die Vorausschau berücksichtigt sowohl die neueste Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF), der für 2009 von einem Rückgang des Welthandels um elf Prozent ausgeht, als auch voraussichtliche Abwrackungen und eine Analyse der HSBC-Bank zu der Verschiebung und Stornierung bestehender Neubauaufträge.

Wegen geringerer Neubauaufträge und einem höheren Verschrottungspotential wird in den Größenklassen 1.000 bis 2.000 TEU und 2.000 bis 3.000 TEU der Höhepunkt der aufgelegten Tonnage jeweils bereits 2010 erreicht werden, so das ISL. Bis Ende 2013 ist bei diesen Schiffsgrößen demnach der vollständige Abbau der beschäftigungslosen Schiffe zu erwarten. Mit einer Belebung des Chartermarktes sei aber schon vor diesem Zeitpunkt zu rechnen. Es dürfe angenommen werden, “dass eine positive Entwicklung der Raten bereits erfolgt, sobald sich die Nachfragelücke zu schließen beginnt”, prognostiziert das ISL.

Daneben teilte Gebab mit, dass für das Containerschiff MS ?Olivia? mit 2.702 TEU, dessen Chartervertrag im Juni 2009 endet, die Anschlussbeschäftigung bis Mitte 2011 zu einem Tagessatz von 21.975 US-Dollar gesichert sei. Der neue Vertrag sei von dem baugleichen MS ?Olympia?, das Gebab auf eigene Rechnung hält, auf das Fondsschiff transferiert worden. Das MS ?Olivia? bildet mit zwei Produktentankern den Fonds Gebab Ocean Shipping II, der sich aktuell in der Platzierung befindet. (sl)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...