22. Dezember 2009, 10:38
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„Mehr als nur ein Meet and Greet“

Am 2. und 3. Februar 2010 lädt der Berliner Verband Geschlossene Fonds (VGF) Branchenvertreter erstmals zu einer Jahresauftaktveranstaltung in das Congress Center der Messe Frankfurt. VGF-Geschäftsführer Eric Romba zum Veranstaltungskonzept.

Rombaquer in „Mehr als nur ein Meet and Greet“

cash-online: Was ist die Zielsetzung Ihrer Jahresauftaktveranstaltung?

Romba: Mit dem VGF Summit wollen wir eine Plattform schaffen, auf der sich alle Marktteilnehmer begegnen können. In den Vorträgen sollen nicht einfach Produkte vorgestellt, sondern Wissen vermittelt werden. Dennoch erhalten Aussteller eine ausreichende Projektionsfläche, um sich zu präsentieren. Aus dem Kreis unserer Mitglieder ist der Wunsch an uns herangetragen worden, eine zentrale Veranstaltung für alle Branchenvertreter zu Beginn des Jahres abzuhalten. Dem wollen wir mit dem Kongress gerecht werden und mit der ersten Veranstaltung dieser Art eine Tradition begründen.

cash-online: Das Programm des Summit umfasst 18 Panels mit mehr als 60 Fachvorträgen. Wo haben Sie die Themenschwerpunkte gesetzt?

Romba:  Wir haben die Veranstaltung im Wesentlichen auf drei Säulen gestellt: Zum einen wird es um die verschiedenen Assetklassen und die dahinterstehenden Märkte gehen. Der zweite Block steht ganz im Zeichen des Vertriebs, insbesondere wollen wir Unterstützungsmöglichkeiten erörtern und klären, worauf Berater im Kundengespräch unter Haftungsgesichtspunkten achten müssen. Der dritte Themenschwerpunkt liegt in den Bereichen Recht und Steuern, wobei wir den laufenden Regulierungsbestrebungen rund um die geschlossenen Fonds besonders viel Platz eingeräumt haben. Die Branchenteilnehmer sollen erfahren, worauf sie sich einstellen müssen.

cash-online: Von der Zielsetzung zur Zielgruppe – wen wollen Sie mit Ihrem Konzept ansprechen?

Romba:  Jeden, der am Geschehen des Marktes der geschlossenen Fonds teilnimmt. Wir sind zwar der Verband der Anbieter, wissen jedoch um die Bedeutung der freien Vermittler und Bankberater für die Platzierungsleistung der Emissionshäuser. Die Produktkonzeptionäre und Vertriebe sollten dem bestehenden Misstrauen der Anleger gemeinsam begegnen und frei nach dem Veranstaltungs-Motto informiert und gestärkt in ein erfolgreiches Jahr 2010 starten.

cash-online: Wie ist die Resonanz auf die Ankündigung der Veranstaltung?

Romba: Wir haben bereits 550 Teilnehmer. Wir erwarten nicht nur Besucher aus dem Kreis der Vertriebsgesellschaften und Emissionshäuser, sondern auch Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte. Zudem haben Ministeriumsvertreter ihr Kommen zugesagt. Wir sind zuversichtlich, das Ziel von 800 Kongressteilnehmern zu erreichen.

cash-online: Stammen Ihre Referenten ausschließlich aus dem Kreis der VGFMitgliedsunternehmen?

Romba: Nein, wir haben den Summit als offene Plattform konzipiert und im Vorfeld auch Nicht-Mitglieder eingeladen, die Gestaltung des einen oder anderen Panels zu übernehmen. Zudem haben wir 38 Emissionshäusern, Verbänden und Medienpartnern wie Cash. ermöglicht, sich als Aussteller auf dem Kongress zu präsentieren. Dennoch war das inhaltliche und finanzielle Engagement der Verbandsmitglieder besonders groß.

cash-online: Im Rahmen der Veranstaltung werden auch die Branchenergebnisse des Jahres 2009 veröffentlicht werden. Rechnen Sie an der einen oder anderen Stelle mit einer Überraschung?

Romba: Was das erreichte Platzierungsergebnis angeht, werden wir sicherlich nicht überrascht sein, dass gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang zu verzeichnen ist. Derzeit lässt sich aber nicht mehr nur noch eine Stabilisierung, sondern bereits ein leichter Aufschwung ausmachen und wir hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt. Das hängt nicht zuletzt von der Frage ab, wann es mit den Schiffen wieder aufwärts geht, denn der Rückgang geht vor allem auf das Konto dieser Assetklasse.

cash-online: Was sind nach Ihrer Einschätzung die drei zentralen Themen im Jahr 2010, die die Initiatoren geschlossener Fonds beschäftigen werden?

Romba: Die größte Herausforderung für die Emissionshäuser wird sein, das eigene Unternehmen auf die mit der Regulierung verbundenen Veränderungen

vorzubereiten. In zweiter Linie geht es im Hinblick auf den Produktabsatz darum, das Vertrauen der Anleger weiter zu stärken. Eine wichtige Frage betrifft schließlich das Management bestehender Fonds, bei der die Produktanbieter Vertriebsmitarbeiter und Anleger ins Boot holen müssen.

cash-online: In welchen Bereichen liegen die wichtigsten Ziele, die der Verband im Jahr 2010 für seine Mitgliedsunternehmen erreichen will?

Romba: Auch dabei stehen die Regulierungsbestrebungen auf europäischer und nationaler Ebene im Vordergrund. Wir setzen uns dafür ein, dass es zu einer marktadäquaten und verhältnismäßigen Umsetzung kommt. Daneben wollen wir unsere Bemühungen für mehr Transparenz der Assetklasse fortsetzen, weil sich dadurch das Vertrauen in den Markt und das Produkt ausbauen lässt. Unser Ziel ist es, dass zum Stichtag am 30. September 2010 alle unsere Mitglieder ihre Leistungsbilanzen 2009 nach dem vom VGF entwickelten Standard vorgelegt haben und auch bei den Nicht-Mitgliedern das Qualitätsbewusstsein wächst und gelebt wird.

Interview: Andreas Friedemann

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