Cash.-Roundtable Beraterhaftung: Finanzrichter sieht zusätzliche Pflichten im Vertrieb

Jens-Peter Gieschen, Kanzlei KWAG
Jens-Peter Gieschen, Kanzlei KWAG

Rechtsanwalt Jens-Peter Gieschen aus der Kanzlei KWAG, Hamburg, bestätigte, dass Anleger jeden Versuch unternehmen werden, um möglichst schadlos aus einem Verlustfonds herauszukommen. „Es ist doch selbstverständlich, dass der Anleger versucht, die Verluste auf jemand anderen abzuwälzen“, sagte Gieschen. „Wenn der Anleger einen rechtlich anerkannten Anspruch sieht und ihn durchzusetzen versucht, halte ich das für legitim“, so Gieschen, dessen Kanzlei jüngst auf einer bundesweiten Roadshow in neun Städten insgesamt 450 Anleger über ihre Rechte informierte.

Solche Aktivitäten sieht Dr. Karsten Markwardt, Justiziar bei dem Hamburger Emissionshaus MPC, naturgemäß kritisch.

Dr. Karsten Markwardt, Justiziar MPC
Dr. Karsten Markwardt, Justiziar MPC

„Wir haben Verständnis dafür, Anleger von uns informiert werden wollen, aber nicht dafür, dass wir für die Weltwirtschaftskrise verantwortlich gemacht werden“, so Markwardt mit Blick auf die schwierige Lage vieler Schiffsfonds. Der Anleger habe sich unternehmerisch beteiligt und sei mit dem eingezahlten Kapital natürlich auch im Risiko. „Er hat ja auch profitiert, als es gut gelaufen ist“, argumentierte Markwardt.

Der komplette Roundtable erscheint in der aktuellen Ausgabe von Cash. (ab 19. November am Kiosk). (sl)

Lesen Sie auch die Löwer-Kolumne zum Thema Beraterhaftung.

Fotos: Ann-Kathrin Rohse

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