16. November 2009, 14:56
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Zurück von den Toten? Private-Equity-Markt wiederbelebt

Der im Zuge der Finanzkrise beinahe ausgestorbene deutsche Private-Equity-Markt zeigt erste Signale einer Erholung.

Das Investitionsvolumen erreichte im dritten Quartal 837 Millionen Euro und damit deutlich mehr als in den beiden Vorquartalen zusammen (318 beziehungsweise 301 Millionen Euro), wie die aktuelle Statistik des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) zeigt.

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Dörte Höppner, BVK

Trotz dieses Aufwärtstrends verdeutlicht der Vorjahresvergleich, wie kritisch es um die Branche weiterhin bestellt ist: Im dritten Quartal 2008 betrug das Investitionsvolumen noch mehr als vier Milliarden Euro. Der BVK gibt sich bei seinem Ausblick entsprechend verhalten: „Inwieweit die jetzige Markterholung nachhaltig ist, wird sich erst Anfang 2010 zeigen“, so BVK-Geschäftsführerin Dörte Höppner.

Ein robuster Konjunkturaufschwung könne allerdings zu weiterer Dynamik beitragen und sowohl die Geschäftsaussichten der Unternehmen als auch ihre Nachfrage nach Beteiligungskapital befeuern. Die Banken seien bei der Finanzierung zwar weiter zurückhaltend, doch die Beteiligungsgesellschaften verfügten über genügend Mittel und seien in der Lage mit flexiblen Finanzierungsmodellen zu reagieren, so Höppner weiter.

Lage trotz Aufwärtstrend weiter angespannt

Klar ist allerdings jetzt schon, dass das Investitionsvolumen in 2009 weit hinter dem des Vorjahres zurückbleiben wird.

Die Zahl der finanzierten Unternehmen stieg in der dritten Berichtsperiode von 320 im zweiten Quartal auf aktuell 372. Zum jüngsten Investitionsanstieg trugen insbesondere größere Finanzierungen bei etablierten Unternehmen sowie Buy-Out-Transaktionen bei.

Nachdem der Buy-Out-Bereich im ersten Halbjahr fast vollständig zum Erliegen gekommen war und fast ein Jahr keine größeren Transaktionen in Deutschland stattgefunden hatten, konnten im abgelaufenen Quartal wieder einige verzeichnet werden. Dafür blieb das Venture-Capital-Segment mit Investitionen von 130 Millionen Euro leicht hinter dem Vorquartal zurück.

Bis zum Jahresende sollten, so der BVK, sowohl im Small- und Mid-Market als auch bei den großen Buy-Outs noch einige Transaktionen folgen. Im Venture-Capital-Bereich dürfe der Schwerpunkt dabei weiterhin in der Zukunftssicherung bestehender Beteiligungen liegen. Die anhaltende konjunkturelle Unsicherheit zwinge die Investoren weiterhin zur Vorsicht. (hb)

Foto: Shutterstock

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