69. Hollandfonds von Wölbern finanziert Green Building in Rotterdam

Anleger des Immobilienfonds Holland 69 aus dem Hamburger Emissionshause Wölbern Invest beteiligen sich an einem im Bau befindlichen Green Building in Rotterdam, das nach der geplanten Fertigstellung im September 2011 für zehn Jahre an den kommunalen Energieversorger Eneco vermietet ist.

Holland 69

Der nach ökologischen Kriterien errichtete Neubau im Büropark Oosterhof / Alexanderpolder in Rotterdam besteht aus drei Gebäudekomplexen mit 15, 8 und sechs Stockwerken und soll über eine Mietfläche von rund 27.400 Quadratmeter sowie 440 Tiefgaragenstellplätze verfügen.

„Die Immobilienwirtschaft erlebt derzeit einen Paradigmenwechsel hin zu nachhaltigen, sogenannten Green Buildings auch bei Büroimmobilien. Architekten, Mieter und Investoren haben erkannt, dass dieser Weg nicht nur gut fürs Image, sondern auch gut für die Mitarbeiterproduktivität und den Geldbeutel ist“, sagt Wölbern-Vertriebsleiter Roman Menzel. Der Büroneubau im aktuellen Fonds werde eines der größten und modernsten Green Buildings der Niederlande sein und auch europaweit Maßstäbe setzen.

Der Initiator will das Objekt direkt nach Fertigstellung vom Bauträger erwerben und bezahlen, um die Fondsgesellschaft nicht mit Projektentwicklungsrisiken zu belasten. Ankermieter Eneco hat angekündigt, sein Angebot bis 2030 vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. Der Trend zu Ökologie und Nachhaltigkeit soll auch durch die neue Unternehmenszentrale zum Ausdruck kommen. Dazu wurden schon bei der Planung Faktoren wie Tageslichtnutzung und Wärmeabsorption besonders berücksichtigt. Das Gebäude erhält zudem eine moderne Geothermieanlage, eine teilweise Begrünung sowie Solarzellen auf der Fassade und dem Dach.

Wie Wölbern weiter mitteilt, betreut der Eneco-Konzern mit rund 7.000 Angestellten etwa zwei Millionen Privat- und Geschäftskunden und erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2009 einen Umsatz von rund 2,9 Milliarden Euro. Das Gesellschaftskapital ist zu 100 Prozent in der Hand von 61 Kommunen, größter Anteilseigner mit 31,3 Prozent ist die Gemeinde Rotterdam. Nach Analyse der Ratingagentur Dun & Bradstreet verfügt Eneco über eine sehr gute Bonität. Es wurde ein zehnjähriger Mietvertrag mit einer zweimaligen mieterseitigen Verlängerungsoption um je fünf Jahre vereinbart. Mit einer Jahresmiete von 189 Euro pro Quadratmeter bewegt sich das Objekt im oberen Bereich, die Spitzenmiete in Rotterdam liegt bei 195 Euro. Der Mietvertrag ist indexiert und wird abhängig von der tatsächlichen Teuerung jährlich um bis zu vier Prozent angehoben.

Aufgrund der geringen Neubautätigkeit in der Region und den weit überdurchschnittlichen Energieeffizienz-Standard verfügt das Gebäude nach Einschätzung des Initiators über gute Chancen auf eine Wertsteigerung während der elfjährigen Fondslaufzeit. Anleger können ihre Einlage in Höhe von zumindest 10.000 Euro entweder mit einer Einmalzahlung oder in Tranchen bis 30. September 2010 leisten. Sie sollen jährliche Ausschüttung von sechs Prozent jährlich oder kumuliert 175 Prozent erhalten. Die Auszahlungen werden nach holländischem Recht versteuert, ein Progressionsvorbehalt in Deutschland besteht nicht. Auch die Verkaufsgewinne sind für private Investoren in Deutschland steuerfrei.

Die Hanseaten wollen den Eigenkapitalanteil von 47,2 Millionen Euro am Gesamtinvestitionsvolumen von 102,76 Millionen Euro bei den Anleger einsammeln. (af)

Animation: Wölbern Invest

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