DCM: „Wir springen nicht auf den Wohnimmobilien-Zug“

Der Vorstandsvorsitzende des Münchener Initiators DCM, Claus Hermuth, spricht im Cash.-Interview über Personalien, Umbauten und Produktpläne im zweiten Halbjahr. Auch die aktuellen Platzierungszahlen seines Unternehmens waren ein Thema.

Claus Hermuth im Cash.-Interview
Claus Hermuth im Cash.-Interview

Cash.: Im April haben Sie mit Michael Renniger einen neuen Leiter Akquisition im Bereich erneuerbare Energien sowie mit Michael Trentzsch einen neuen Verantwortlichen im Segment Transport verpflichtet. Inwieweit bedeuten diese Personalien auch eine strategische Weichenstellung?

Hermuth: Wir haben die Assetklassen-übergreifende Fondskonzeptionsabteilung zuguns­ten einer Assetklassen-bezogenen Aufstellung geändert. Es gibt keinen zentralen Leiter mehr. Stattdessen haben wir Experten aus den jeweiligen Teilbereichen verpflichtet. Michael Trentzsch beispielsweise ist Spezialist für Flugzeugfinanzierungen und war zuletzt bei Bombardier. Er hat die Gesamtverantwortung im Transportbereich. Es gibt mit Harald Lenz weiter einen Leiter Einkauf Immobilie und mit Michael Renninger, der von Eon zu uns gewechselt ist, nun auch einen Leiter Einkauf Energie. In der optimierten Struktur verfügen die drei jeweils über ein Team, das die akquirierten Assets mit den Themen Recht, Steuern und Konzeption in ein Produkt umsetzt. Darüber hinaus managt eine personell neu ausgestattete Abteilung die Assets.

Cash.: Verfügen Ihre Neuzugänge über Erfahrungen im Bereich geschlossene Fonds?

Hermuth: Beide kommen nicht direkt aus diesem Bereich. Die Kompetenz für geschlossene Fonds ist eine Hauskompetenz, die traditionell vorhanden ist. Es gibt zudem eine Rechtsabteilung, die sich seit Jahr und Tag mit dieser Seite des Geschäfts beschäftigt.

Cash.: Der Verantwortlichkeitsbereich von Michael Trentzsch umfasst neben Flugzeugen auch das Thema Container. Wo liegt die Expertise in diesem Sektor?

Hermuth: Michael Trentzsch verfügt über die Erfahrung auf der Finanzierungsseite. Aus seiner Banker-Laufbahn bringt er in diesen Bereich neue Ideen ein. Er hat auf der Bankenseite übrigens bereits eng mit vielen Fondshäusern zusammengearbeitet. Trotzdem brauchen wir die Spezial-Expertise im Bereich Container. Dort haben wir dauerhafte Kooperationspartner, die uns in der Akquisition und Konzeption unterstützen. Wir verfügen natürlich auch im Flugzeug- und Energien-Bereich über solche externen Partner – nicht bei der Akquisition, aber bei der Konzeption.

Cash.: Im Bereich erneuerbare Energien hatten Sie im letzten Jahr eine Zusammenarbeit mit Colexon aus Hamburg vermeldet, bis inklusive des dritten Fonds aber mit Centrosolar zusammengearbeitet.

Hermuth: Die Strategie dort ist, verschiedene Kooperationen aufzubauen und die Produktpipelines vertrauenswürdiger Part­ner zu finanzieren. Wir haben eine Rahmenvereinbarung mit Colexon für künftige Produkte, aus der aber noch kein Fonds entstanden ist. Und wir haben eine Kooperation mit einer Firma Pohlen, die wiederum ihrerseits mit Centrosolar zusammenarbeitet. Aus dieser Kooperation ergibt sich die derzeitige Produktlinie im Bereich erneuerbare Energien. Gerade erst hat die BaFin den vierten Solarfonds der Serie zum Vertrieb zugelassen.

Seite 2: Was ist im Flugzeugfonds-Segment geplant?

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