11. Februar 2010, 18:19
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

HCI kann angekündigtes Restrukturierungskonzept umsetzen

Das Hamburger Emissionshaus HCI Capital hat sich mit den beteiligten Gläubigerbanken auf die Umsetzung des Ende August 2009 angekündigten Restrukturierungskonzepts geeinigt. Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, den Initiator von allen wesentlichen Bürgschaften und Platzierungsgarantien bis Ende September 2013 freizustellen.

Typ-am-Tisch-127x150 in HCI kann angekündigtes Restrukturierungskonzept umsetzen

“Wir haben mit dem Restrukturierungskonzept für die HCI Gruppe ein für die Branche bislang einzigartiges Modell entwickelt: Es unterstreicht das Vertrauen unserer Banken in das Potenzial des Unternehmens”, kommentiert Dr. Ralf Friedrichs, Vorstandsvorsitzender der HCI Capital AG, das Verhandlungsergebnis.

Das vereinbarte Moratorium und die beabsichtigte Enthaftung verschaffen der HCI Gruppe etwas Luft: Bis Ende 2013 können die Gläubigerbanken den Initiator nicht aus den erhaltenen Bürgschaften und Platzierungsgarantien in Anspruch nehmen.

Bis zum 28. April 2010 sollen nach Auskunft der HCI die unter dem Moratorium stehenden Eventualverbindlichkeiten endgültig aufgelöst und die Enthaftung erreicht werden. Danach ist den Banken eine Ausgleichsforderung in Höhe von 12,5 Millionen Euro zugesagt worden, die jedoch nur dann zu zahlen ist, wenn die Unternehmensgruppe eine bestimmte Ertrags- und Liquiditätsschwelle erreicht.

Um die Liquiditätslage des Konzerns langfristig zu verbessern, soll nach Abschluss der Enthaftung eine Barkapitalerhöhung einem Umfang von 22 Millionen Euro erfolgen.

Wie die HCI-Gruppe bereits anlässlich der Vorstellung ihrer Geschäftszahlen zum zweiten Quartal 2009 am 28. August letzten Jahres mitgeteilt hatte, konnten die Hanseaten eine Stundung von Bankdarlehen in Höhe von rund 36 Millionen Euro zuzüglich Zinsen bis Ende 2010 vereinbaren. Diese Summe soll nach der heute veröffentlichten Vereinbarung entweder in Eigenkapital oder eine langfristige Finanzierung umgewandelt werden. Soweit die Banken von der Möglichkeit einer Umwandlung in Eigenkapital Gebrauch machen, werde HCI das bestehende genehmigte Kapital von sechs Millionen Euro nutzen, um den Banken bis zu sechs Millionen Aktien gegen Einbringung jeweils ihrer gesamten Ansprüche aus Darlehen gegenüber der HCI Capital AG als Sacheinlage auszugeben.

Die Restrukturierungsvereinbarung mit den Banken stünde jedoch unter verschiedenen Bedingungen. Dazu zähle auch eine Beteiligung der beiden Hauptgesellschafter, des Wettbewerbers MPC Capital und der Reederei Döhle, an den genannten Maßnahmen. Beide Aktionäre unterstützten jedoch das Restrukturierungspaket.

Hintergrund: Die HCI-Gruppe steht unter dem Druck ihrer prall gefüllten Schiffspipeline und verhandelt eigenen Angaben zufolge bereits seit Herbst 2008 mit den Banken, um neue Finanzierungslösungen zu finden. (af)

Foto: Cash.

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Die Bayerische: Magdalena Neuner wird Markenbotschafterin

Die Versicherungsgruppe die Bayerische arbeitet ab sofort mit Magdalena Neuner, einer der erfolgreichsten deutschen Biathletinnen, als Markenbotschafterin zusammen. Schwerpunkt der Kooperation liegt auf der nachhaltigen Markenlinie Pangaea Life. Die 33-Jährige ist seit dem Ende ihrer aktiven Sportkarriere in zahlreichen Medien unter anderem als TV-Expertin bei der ARD zu sehen und engagiert sich sozial, beispielsweise für die DFL Stiftung.

mehr ...

Immobilien

Lompscher-Rücktritt: BFW sieht Chance für Neubeginn

Der BFW Landesverband Berlin/Brandenburg sieht im Rücktritt von Berlins Bausenatorin Katrin Lompscher die Chance für einen Neubeginn in der Berliner Wohnungspolitik. Insbesondere müsse der Regierende Bürgermeister Michael Müller den Wohnungsneubau in der Hauptstadt jetzt zur Chefsache erklären und das entstandene politische Vakuum ausfüllen.

mehr ...

Investmentfonds

Trump oder Biden? Das ist nicht die entscheidende Frage

Die halbe Welt diskutiert darüber, ob der nächste US-Präsident Donald Trump oder Joe Biden heißen wird. Für die Finanzmärkte ist aus unserer Sicht aber noch wichtiger, ob einer von ihnen nach der Wahl am 3. November die Mehrheit seiner Partei sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat hinter sich weiß – oder ob die Kammern wie heute unter Präsident Trump unterschiedliche Mehrheiten haben.

mehr ...

Berater

Über den Wert einer gesunden Konfliktkompetenz

Konfliktmanagement – klingelt da was bei Ihnen? Dann lesen Sie unbedingt weiter! Die Fürstenberg-Kolumne mit Mareike Fell

mehr ...

Sachwertanlagen

Corestate-Tochter startet Logistik/Light Industrial Joint Venture

STAM Europe, eine Tochtergesellschaft des Immobilien-Investmentmanagers Corestate Capital Holding, und ein nordamerikanischer institutioneller Investor starten ihr zweites Investitionsprogramm im Logistik- und Light Industrial-Sektor in Frankreich in Form des Joint Ventures “Highlands II”. Ein riesiges Logistik-Projekt wurde bereits erworben.

mehr ...

Recht

Staatliche Unternehmen auf Steuervermeidungskurs

Steuerskandale internationaler Konzerne finden sich beinahe täglich in der medialen Berichterstattung. Eine aktuelle Studie von WU-Professorin Eva Eberhartinger macht nun deutlich, dass auch staatliche Unternehmen Steuern vermeiden. Dabei zeigt sich: Auch diese Unternehmen brauchen Anreize, um Steuervermeidung zu unterbinden.

mehr ...