11. August 2010, 10:36
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HCI kann Bankverbindlichkeiten in Aktien wandeln und Eigenkapitalbasis stärken

Die börsennotierte HCI Capital AG konnte eigenen Angaben zufolge die Verbindlichkeiten gegenüber der HSH Nordbank AG und einem anderen Kreditinstitut in Höhe von rund 31,5 Millionen Euro in Eigenkapital umwandeln. Die Banken hätten sich bereit erklärt, 5.354.116 neu ausgegebene Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre aus genehmigtem Kapital des Initiators durch einen Treuhänder zu zeichnen.

Friedrichs in HCI kann Bankverbindlichkeiten in Aktien wandeln und Eigenkapitalbasis stärken

Dr. Ralf Friedrichs, Vorstands-Chef der der HCI Capital AG

Die Vereinbarung ist Teil des im Februar 2010 ausgehandelten Restrukturierungskonzepts und erhöht die Eigenkapitalquote der HCI Gruppe in der Konzernbilanz auf rund 45 Prozent. Das Grundkapital der Gesellschaft steigt damit von 24 Millionen Euro auf rund 29,4 Millionen Euro. „Diese Kapitalerhöhung bedeutet eine substantielle Stärkung der Eigenkapitalbasis der HCI Gruppe“, sagt Dr. Ralf Friedrichs, Vorstandsvorsitzender der HCI Capital AG. „Gleichzeitig unterstreichen unsere Banken hiermit ihr Vertrauen in das Potenzial des Unternehmens.“

Nach der erfolgten Umwandlung und deren Eintragung in das Handelsregister bis zum 20. August 2010 werden die HSH Nordbank AG 15,51 Prozent und der handelnde Treuhänder 2,73 Prozent der Anteile an der HCI Capital AG halten. Wettbewerbers MPC Capital AG und der Döhle Gruppe sich danach bei jeweils unveränderter Zahl der Aktien mit 33,36 beziehungsweise 17,96 Prozent beteiligt. Auf den übrigen Streubesitz entfallen dann 30,44 Prozent der Anteile.

Wie die HCI-Gruppe ferner mitteilt, stünde die angestrebte Enthaftung bezüglich der wesentlichen Eventualverbindlichkeiten, die bereits im Februar dieses Jahres bis zum 30. September 2013 einem Moratorium unterstellt wurden, kurz vor dem Abschluss.

Von den umgesetzten Maßnahmen verspricht sich die Unternehmensführung positive Effekte auf die Ertragsentwicklung der HCI Gruppe im laufenden Geschäftsjahr 2010: Im Konzernergebnis zum 30. Juni 2010 stünden den Kosten der Enthaftung in Höhe von rund elf Millionen Euro ein Gewinn in Höhe von rund 23 Millionen Euro gegenüber, der durch im Zuge der Wandlung entstehen würde.  Für das erste Halbjahr 2010 erwartet die HCI Gruppe daraus saldierte Ergebniseffekte in Höhe von rund zwölf Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2010 sei mit einem positiven Konzernergebnis nach Steuern zu rechnen. (af)

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