Neue Schiffsofferte von Lloyd Fonds will von der Markterholung profitieren

Mit fünfmonatiger Verzögerung hat das Hamburger Emissionshaus Lloyd Fonds den Vertriebsstartschuss für die Eigenkapitalofferte „Best of Shipping III“ abgegeben. Die Hanseaten planen, zehn Millionen Euro in klassische Schiffsbeteiligungen des Zweitmarktes sowie Vorzugskapital bei restrukturierungsbedürftigen Schiffsfonds zu investieren.

ContainerschiffDamit ließe sich die Markterholung bestmöglich nutzen. Alle Segmente der Seeschifffahrt hätten im ersten Halbjahr 2010 Erholungstendenzen gezeigt, die nach Einschätzung des Initiators vornehmlich auf einen Anstieg der globalen Handelstätigkeit zurückzuführen ist. Und auch auf den Zweitmärkten für maritime Beteiligungen nehme der Handel nach den Einbrüchen durch die Weltwirtschaftskrise wieder zu. Die Kurse für „gebrauchte“ Schiffsbeteiligungen sind zwar ab 2008 um 50 Prozent gefallen, haben aber inzwischen die Talsohle durchschritten und sind heute angesichts langfristiger Markterwartungen oft unterbewertet, so die Hanseaten.

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, wieder in die Schifffahrt und den Zweitmarkt einzusteigen, um an den steigenden Märkten zu partizipieren“, sagt Michael F. Seidel, Finanz- und Vertriebsvorstand bei Lloyd Fonds und hebt die schlanke Kostenstruktur des Fonds hervor. Die Investitionsquote liege bei mehr als 90 Prozent und die erfolgsabhängige Vergütung des Initiators fließe erst dann, wenn die Anleger 150 Prozent ihrer Einlage als Auszahlung erhalten hätten. Auch bei den anfänglichen Kosten beschreitet das Emissionshaus neue Wege: Upfront genehmigt sich der Initiator eigenen Angaben zufolge vergleichsweise niedrige 1,5 Prozent, die Vertriebsprovision werde lediglich zur Hälfte mit Annahme des Zeichnungsscheines ausbezahlt, die andere Hälfte werde als Bestandsvergütung über die gesamte Fondslaufzeit hinweg entrichtet.

Neben einem aktiven Management des Zweitmarktportfolios des „Best of Shipping III“ soll die Einrichtung eines Investitionsbeirats die Investitionsergebnisse für die Anleger optimieren. Das Gremium soll neben der Fondsgeschäftsführung ein Mitspracherecht bei Investitionen von mehr als 100.000 Euro Ankaufswert, sämtlichen Investitionen in Vorzugskapital und der Verwendung laufender Verkaufserlöse ein Mitspracherecht haben.

Anleger können sich ab 10.000 Euro beteiligen, ein Agio wird nicht erhoben. Während der geplanten Fondslaufzeit von acht Jahren soll eine Kapitalmehrung von durchschnittlich acht Prozent pro Jahr erwirtschaftet werden, so die Mitteilung von Lloyd Fonds. (af)

Foto: Shutterstock

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