VGF: Geschlossene Fonds sammeln deutlich mehr Geld ein

Die Branche der geschlossenen Fonds berappelt sich. Im zweiten Quartal legten die Platzierungszahlen um 40 Prozent zu, wie die Statistik des Branchenverbands VGF zeigt. Vor allem Immobilienfonds liegen im Trend. Doch auch Schiffsfonds nehmen wieder Fahrt auf.

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Die im Berliner VGF Verband Geschlossene Fonds organisierten Produktanbieter haben zwischen April und Juni 2010 rund 1,19 Milliarden Euro bei den Anlegern eingesammelt. Gegenüber dem Vorquartal bedeute das ein Plus um 40 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung des VGF, an der sich mit Ausnahme der Initiatoren König & Cie. und Ownership alle Mitglieds-Emissionshäuser beteiligt haben.

Im Vergleich der Platzierungsergebnisse des ersten Halbjahres 2009 mit denen der ersten sechs Monate des laufenden Jahres ergibt sich ebenfalls eine Steigerung um 40 Prozent: Konnten die Emissionshäuser im ersten Halbjahr 2009 lediglich rund 1,45 Milliarden Euro einwerben, knackten sie im Vergleichzeitraum 2010 die Marke von zwei Milliarden Euro und erreichten mehr als 2,03 Milliarden Euro.

Den größten Anteil am Platzierungsvolumen machen nach wie vor die Immobilienfonds aus, mit denen die Initiatoren zwischen April und Juni 721,4 Millionen Euro, und damit ein Drittel mehr als im vorangegangenen Quartal, bei den Anlegern einwerben konnten. Auf Beteiligungsangebote mit heimischen Objekten entfielen 364,7 Millionen Euro, auf Auslandsimmobilienfonds rund 356,7 Millionen Euro. In dem Gesamtvolumen sind Verbandsangaben zufolge auch Eigenkapitalerhöhungen in Höhe von 16,8 Millionen Euro zur Stützung laufender Fonds enthalten. Im Halbjahresvergleich 2009 (860,4 Millionen Euro) zu 2010 (1,3 Milliarden Euro) ein Plus von 47 Prozent.

Seite 2: Schiffsfonds nehmen wieder Fahrt auf

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