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11. März 2011, 15:54
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“Chaos-Tage” in Italien bremsen Solarfonds

Nachdem die italienische Regierung ihre Solarförderung auf den Prüfstand gestellt hat, stoppen Initiatoren den Vertrieb ihrer Solarfonds. Das Hamburger Emissionshaus Enrexa verschiebt den Start der Fonds-Premiere “Azzurro Uno”. Zuvor hatten bereits Chorus und Leonidas die Platzierung ausgesetzt.

Stop-127x150 in Chaos-Tage in Italien bremsen SolarfondsDie italienische Regierung hat angekündigt, die Förderung von Solaranlagen ab 31. Mai 2011 ändern zu wollen. Momentan ist die Lage noch ungeklärt. Branchenexperte Jürgen Braatz spricht von “Chaos-Tagen” in Italien.

Bis April soll Klarheit über die neuen Vergütungssätze herrschen. Das Manöver kommt überraschend: Die aktuelle gesetzliche Regelung ist erst am 1. Januar 2011 in Kraft getreten und sollte eigentlich bis Ende 2013 gelten.

Die italienische Politik entziehe damit wesentlichen Aussagen im Fonds-Prospekt die Grundlagen, so die Begründung des jungen Emissionshauses Enrexa Capital Investors, seine Fonds-Premiere zu verschieben.

Geschäftsführer André Wreth: “Wir können keinem Anleger und keinem Vertrieb ein Produkt anbieten, dessen neue Konditionen wir selbst noch nicht kennen. Wir wollten in dieser Woche den Kauf und Bau der ersten zwei Projekte in der Nähe von Rom melden. Die angekündigte Gesetzesänderung hat das jetzt verhindert.”

Alle betroffenen Vertriebspartner seien entsprechend persönlich telefonisch vom Fondsmanagement informiert worden. “Wir müssen abwarten, wie die zukünftigen Rahmenbedingungen (insbesondere die künftigen Tarifstaffelungen) ausgestaltet werden und wie sich diese Änderungen auf die Wirtschaftlichkeitsrechnungen des Fonds auswirken werden”, erklärt Wreth.

Damit folgt Enrexa den Wettbewerbern Chorus und Leonidas, die bei ihren Fonds “Cleantech Solar 5” beziehungsweise “Leonidas Associates IV” zur gleichen Maßnahme griffen. Beide Inititatoren wollen aus Vorsichtsgründen die neuen Vergütungssätze abwarten und ihre Beteiligungen dann mit neuen Kalkulationen in den Vertrieb geben. (hb)

Foto: Shutterstock

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1 Kommentar

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