21. Oktober 2011, 13:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Dr. Peters-Tankerfonds stellt Insolvenzantrag

Der Aframax-Tankerfonds “DS-Fonds Nr. 111” hat Insolvenz angemeldet. Laut Initiator Dr. Peters war die Fondsgeschäftsführung dazu gezwungen, nachdem Banken trotz eines Finanzierungsangebots der Gruppe die Fortführung abgelehnt und die Kredite gekündigt hatten.

DS-111 in Dr. Peters-Tankerfonds stellt Insolvenzantrag

Demnach hatte sich die Dr. Peters Group bereit erklärt, im Rahmen eines Fortführungskonzepts für die “DS-Fonds Nr. 111 DS Performer und DS Power GmbH & Co. Aframaxtanker KG”, die zwei Tanker betreibt, Finanzierungsmittel in Höhe von fünf Millionen US-Dollar zur Verfügung zu stellen. Dieses Angebot hätten die finanzierenden Banken allerdings abgelehnt und stattdessen die bestehenden Schiffskredite mit Wirkung zum 19. Oktober 2011 gekündigt.

Mit nochmaligen Fortführungsverhandlungen war die Geschäftsführung der Fondsgesellschaft anlässlich einer kurzfristig angesetzten, außerordentlichen Gesellschafterversammlung beauftragt worden. Laut dem Emissionshaus war im Rahmen der Gesellschafterversammlung seitens der Gesellschafter auch signalisiert worden, sich an einem tragfähigen Konzept mit einer umfangreichen Kapitalerhöhung zu beteiligen. Die nachfolgenden Verhandlungen seien intensiv geführt worden. Im Rahmen der Gespräche hatte auch die Dr. Peters Group eigenen Angaben zufolge ihre Bereitschaft erklärt, ein Restrukturierungskonzept durch sofortige Bereitstellung von Finanzierungsmitteln zu unterstützen, wenn die beteiligten Banken ebenfalls den notwendigen Beitrag leisten würden. Das Augenmerk habe insbesondere dem Erhalt von Vermögenswerten und der Überbrückung der gegenwärtig schwierigen Marktverhältnisse gegolten.

Alle Vorschläge seien schließlich seitens der Banken trotz anfänglich positiver Resonanz abgelehnt worden. Die Ursache hierfür vermutet das Emissionshaus darin, dass sich die beteiligten Banken intern nicht abschließend auf eine gemeinsame Unterstützung des Fortführungskonzepts haben verständigen können.

Angesichts der zwischenzeitig fällig gestellten Schiffskredite habe die Geschäftsführung der Fondsgesellschaft daher am 19. Oktober 2011 keine andere Alternative gehabt, als Insolvenz anzumelden. Dem Emissionshaus zufolge haben die fehlende Bereitschaft der Banken, die schwierige Situation an den weltweiten Tankermärkten gemeinsam zu überbrücken, dazu geführt, dass die Zahlungsfähigkeit der Fondsgesellschaft in der Kürze der Zeit nicht mit hinreichender Perspektive gesichert werden konnte.

Ungeachtet der jetzigen Situation werde seitens der Fondsgeschäftsführung und seitens der Dr. Peters Group alle denkbaren Anstrengungen unternommen, eine Fortführung der Fondsgesellschaft auf der Grundlage des bisherigen Konzepts und im Rahmen der insolvenzrechtlichen Vorgaben mit dem Insolvenzverwalter und den beteiligten Banken zu verhandeln. Ob dies gelingt, werde maßgeblich auch von dem Willen der weiteren Beteiligten abhängen, so die Dortmunder. “Wir jedenfalls werden wie bisher mit allen unseren Möglichkeiten darauf drängen, dass eine sinnvolle und werterhaltende Sanierung herbeigeführt wird”, heißt es in der Mitteilung. (te)

Foto: Dr. Peters

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Versicherer europaweit unter Druck

Der Stoxx Europe 600 Insurance mit den Versicherungswerten ist am Freitag mit einem Abschlag von drei Prozent mit weitem Abstand schwächster Sektor in Europa gewesen. Auch im Dax lagen Allianz und Munich Re mit minus 1,5 Prozent am Ende.

mehr ...

Immobilien

Wohnungspolitik in Zeiten der Corona-Krise weltweit: Herausforderungen und Lösungen

Die Corona-Pandemie, die im Dezember 2019 ihren Anfang nahm und sich derzeit weltweit rasch ausbreitet, wirkt sich auf die Wirtschaft und damit auch auf den Immobilienmarkt spürbar aus. Private MieterInnen sind betroffen, wenn sie wegen der Eindämmungsbestimmungen kein oder deutlich weniger Einkommen beziehen. Erste Vorschläge und staatliche Maßnahmen zielen darauf ab, den gewerblichen und privaten MieterInnen und WohnimmobilienbesitzerInnen in diesen schwierigen Zeiten möglichst unbürokratisch zu helfen. Welche Regierung was beschlossen hat oder plant, stellt das DIW Berlin vor.

mehr ...

Investmentfonds

Coronakrise: “Gesundheit und stabile Wirtschaft schließen sich nicht aus”

Die geltenden Beschränkungen in Gesellschaft und Wirtschaft allmählich zu lockern und dabei die medizinische Versorgung der gesamten Bevölkerung zu sichern – dafür plädiert jetzt eine interdisziplinäre Gruppe renommierter Wissenschaftler. In ihrem Positionspapier zeigen die Forscher um ifo-Präsident Clemens Fuest und Martin Lohse, Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte, Wege zu diesem Ziel auf.

mehr ...

Berater

DIN-Norm 77230: Prüfungen jetzt online möglich

Wegen der Coronakrise bietet das Defino Institut für Finanznorm Prüfungen für die Zertifizierung zum “Spezialisten für die private Finanzanalyse – DIN 77230” ab sofort auch im Online-Verfahren an.

mehr ...

Sachwertanlagen

BVT schließt institutionellen US-Fonds und investiert erneut in Boston

Die BVT Unternehmensgruppe, München, hat über ihre Kapitalverwaltungsgesellschaft Derigo für den von ihr verwalteten geschlossenen Spezialfonds BVT Residential USA 12 die dritte Investition vorgenommen. Ein Nachfolge-Spezialfonds ist geplant.

mehr ...

Recht

Neuer Mieterschutz in Kraft: Wie Sie durch die Krise kommen

Ab heute gilt für Mieterinnen und Mieter, die durch finanzielle Einschnitte in besonderem Maße von der Corona-Krise betroffen sind, ein erweiterter Kündigungsschutz. Es ist aber für Betroffene laut GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen weitere Unterstützung nötig.

mehr ...