15. August 2011, 12:46
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Fondskolosse: Höher, schneller, weiter…

Derzeit bieten Emissionshäuser wie die DFH von Michael Ruhl Fonds mit Eigenkapitalvolumina von mehr als 100 Millionen Euro auf den Markt. Können die Konzepte der „Megafonds“ aufgehen?



Ruhl-21 in Fondskolosse: Höher, schneller, weiter...

Text: Andreas Friedemann

Als „langweilige Sensation“ bezeichnet Michael Ruhl (Foto oben), Vorstand des Stuttgarter Emissionshauses DFH Deutsche Fonds Holding AG, den neuesten Immobilienfonds seines Hauses. Beteiligungsangebot Nummer 98 sieht vor, insgesamt 361 Millionen Euro in einen Neubaukomplex am Düsseldorfer „Seestern“ zu investieren. Nach der für Ende 2012 geplanten Fertigstellung des Fondsobjektes sollen 5.000 Mitarbeiter des Mobilfunkanbieters Vodafone darin tätig sein, der in dem Gebäudeensemble seine Deutschlandzentrale unterbringen möchte.

„Sensationell“ meint neben der Architektur schlicht die Größe des Bauvorhabens: Auf dem knapp 27.000 Quadratmeter großen Grundstück, das die Fondsgesellschaft ebenfalls erwirbt, sollen insgesamt rund 111.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche errichtet werden. Kernstück des geplanten Komplexes ist ein ellipsenförmiger Turm mit 19 Etagen und einer Höhe von rund 75 Metern, der die Düsseldorfer Skyline prägen wird. Hinzu kommen weitere Gebäude mit sechs beziehungsweise neun Stockwerken, in denen weitere Büro- und Konferenzräume, Eventflächen und ein Vodafone-Test-Center untergebracht werden sollen. Daneben werden sie Geschäfte, einen Friseur und Fitnessbereich, Restaurants sowie eine Kindertagesstätte beherbergen. In dem geplanten Parkhaus und der Tiefgarage können 2.200 Pkw abgestellt werden.

„Langweilig“ ist aus Sicht Ruhls der Mietvertrag mit dem bonitätsstarken und „weltweit größten Mobilfunkanbieter“ insofern, als er 20 Jahre lang weilen soll und neben einer Indexierung zwei Verlängerungsoptionen zu je fünf Jahren vorsieht. Theoretisch könnte Vodafone den Schwaben bis Dezember 2042 als Mieter erhalten bleiben. Bis dahin ist viel Zeit. Näher liegt da schon das selbstgesteckte Platzierungsziel, bis zum Silvestertag 2012 den prospektierten Eigenkapitalanteil in Höhe von 225 Millionen Euro bei den Anlegern einzusammeln. „Die Erhöhung des Eigenkapitalanteils ist die einzige Stellschraube, an der ein Fondskonzeptionär drehen kann, um ein Produkt so sicher wie möglich zu gestalten. Mit 65 Prozent des Investitionsvolumens liegen wir deutlich über dem Marktüblichen“, sagt DFH-Chef Ruhl, dessen Emissionshaus eine Platzierungsgarantie bis Ende 2013 in gleicher Höhe abgegeben hat.

Seite 2: Zwei Türme treten gegen einen Würfel an

Weiter lesen: 1 2 3 4 5

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nach Bundestag stimmt auch Bundesrat für die Grundrente

Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat der Grundrente zugestimmt, durch die kleine Renten von rund 1,3 Millionen Menschen aufgebessert werden sollen.

mehr ...

Immobilien

Trotz Corona ins Eigenheim: Was Immobilieninteressenten jetzt beachten sollten

Das eigene Zuhause ist wichtiger denn je: Selten zuvor waren die Menschen so viel zuhause wie jetzt in der Corona-Krise. Die eigenen vier Wände sind für viele zum Schutzraum geworden. Hier verbringen sie Zeit mit der Familie, arbeiten im Home-Office oder bringen ihren Kindern Mathe und Deutsch bei. „Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen des Alltags hat in vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum gestärkt“, sagt Roland Hustert, Geschäftsführer der LBS Immobilien NordWest.

mehr ...

Investmentfonds

Ermittlungen gegen Wirecard-Manager auch wegen Untreueverdachts

Im Skandal um fehlende Milliarden beim Dax-Konzern Wirecard ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung” nun auch wegen Untreueverdachts gegen den Ex-Vorstandschef und weitere Manager.

mehr ...

Berater

Soli-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwägt Soli-Ersparnis in Altersvorsorge zu investieren

Willkommener Geldsegen für eine finanziell selbstbestimmte Zukunft: Die Deutschen begrüßen die „Soli-Abschaffung“ und erwägen die Ersparnis für die eigene Altersvorsorge einzusetzen. Das geht aus einer von Swiss Life Select in Auftrag gegebenen repräsentativen YouGov-Studie mit 2.048 Personen hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

Wirecard-Skandal – Wirtschaftsprüfer im Auge des Sturms

Der Bilanzskandal um den mittlerweile insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard hat Anleger Milliarden gekostet. Mittlerweile steht auch der zuständige Wirtschaftsprüfer EY im Fokus. Der Prozessfinanzierer Foris AG arbeitet mit führenden Bank- und Kapitalrechtskanzleien an gemeinsamen Lösungen.

mehr ...