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4. Juli 2013, 09:01
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Studie: Mittelständler im Fokus der Beteiligungsbranche

Für 2013 stehen wieder mehr Investitionsmittel zur Verfügung, allerdings scheitern Abschlüsse meist an zu hohen Kaufpreisvorstellungen. Das ist eines der Ergebnisse einer Umfrage der Gesellschaft Rödl & Partner, die dafür im Frühjahr 2013 über 300 Beteiligungsgesellschaften in Deutschland befragt hat.

Wolfgang Kraus Roedl-252x300 in Studie: Mittelständler im Fokus der Beteiligungsbranche

Wolfgang Kraus, Rödl & Partner

Der Gesundheitssektor ziehe die meisten Investoren an, gefolgt vom Maschinen- und Anlagenbau sowie der Clean Tech-Branche. Regional behaupte sich Bayern vor Nordrhein-Westfalen und Baden Württemberg als attraktivstes Bundesland für Private Equity-Investitionen, fanden die Initiatoren der Umfrage „Die deutsche Beteiligungsbranche 2013“ weiter heraus.

„Aufgrund fehlender Mega-Deals konzentriert sich die Beteiligungsbranche erfolgreich auf den deutschen Mittelstand. Die Kassen der Private Equity-Häuser sind gut gefüllt. Angesichts des positiven Konjunkturumfelds ist auch wieder mit einer steigenden Zahl von Exits zu rechnen“, erklärt der Geschäftsführende Partner bei Roedl & Partner Wolfgang Kraus.

Mittelständische Unternehmen im Visier der Investoren

Der überwiegende Teil der Investitionen für neue Unternehmensbeteiligungen erfolgt unterhalb der Grenze von 50 Millionen Euro. Der Mittelstandsfokus der Beteiligungsgesellschaften spiegelt sich auch in der steigenden Haltedauer wider. Wie die Befragung der Marktteilnehmer weiter ergab, liefen die Investments durchschnittlich über sechs bis sieben Jahre.

Wichtigster Grund für den Einstieg von Private-Equity-Investoren sei die Regelung der Unternehmensnachfolge, noch vor der Finanzierung des operativen Wachstums und Spin-Offs. Die Kreditklemme und die Unabhängigkeit von Banken bei der Finanzierung spielten dagegen nur noch eine untergeordnete Rolle.

„Beteiligungsgesellschaften sind heute ein tragender Pfeiler der Mittelstandsfinanzierung. Sie bringen neben Kapital auch wichtiges Know-how ein und begleiten die strategische Neuausrichtung der Unternehmen. Beim Ausstieg aus einer Beteiligung können Renditen zwischen zehn und 20 Prozent erzielt werden“, erklärt der Leiter Corporate Finance von Rödl & Partner, Björn Stübiger. „Der deutsche Mittelstand lockt Investoren aus der ganzen Welt an. Die Private-Equity-Häuser buhlen mit Family Offices und strategischen Investoren aus dem In- und Ausland um attraktive Zielunternehmen. Das treibt allerdings die Preise nach oben. Die Chancen auf erfolgreiche Beteiligungen sind rar gesät.“

Der zunehmende Wettbewerb habe bereits deutliche Spuren hinterlassen. Zu hohe Kaufpreise beim Einstieg schmälerten den Gewinn. Nach Einschätzung der Umfrageteilnehmer steigt die Zahl von Portfolios, die sich schlecht entwickelt haben. Wichtigste Gründe dafür sieien Managementfehler, die Marktentwicklung und Vertriebsprobleme. Insbesondere der Nachfrageeinbruch in den europäischen Krisenstaaten macht vielen Unternehmen zu schaffen. Auch die in den letzten Jahren umfassenden Investitionen im Bereich der Erneuerbaren Energien haben sich unter anderem durch die Begrenzung der Förderung in den Boomländern Italien und Spanien häufig nicht ausgezahlt.

Seite 2: Welche Branchen und Regionen warum die Nase vorne haben

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