Dr. Peters Group bringt institutionellen Dreamliner-Fonds

Die Dortmunder Dr. Peters Group hat einen neuen Flugzeugfonds für institutionelle Investoren konzipiert und an der Londoner Börse emittiert.

Dreamliner
Die Dr. Peters Group hat zwei Boeing 787-8 “Dreamliner” erworben, die Gegenstand eines langfristigen Leasingvertrages sind.
Wie die Dr. Peters Group mitteilt, handelt es sich bei der neu emittierten Fondsgesellschaft um die DP Aircraft I Ltd. mit Sitz auf Guernsey, in die institutionelle Investoren aus Großbritannien Eigenkapital in Höhe von 113 Millionen US-Dollar investiert haben.

Die Gesellschaft hat zwei Boeing 787-8 „Dreamliner“ erworben, die Gegenstand eines langfristigen Leasingvertrages sind.

Leasingnehmer für die bereits im Juni und August ausgelieferten Flugzeuge ist die skandinavische Fluggesellschaft Norwegian, die damit Langstreckenflüge in die USA und nach Asien anbietet. Der Leasingvertrag läuft zunächst über zwölf Jahre.

Zielrendite von neun Prozent p. a.

Die Anteile an der Fondsgesellschaft werden am Specialized Fund Market der Londoner Börse gehandelt und sind zugleich auch an der Channel Island Stock Exchange gelistet. Dr. Peters kalkuliert für die Investoren dieses Fonds mit einer Zielrendite von neun Prozent p. a. auf das Eigenkapital.

„Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, als erstes deutsches Fondshaus zwei Dreamliner auf Basis eines langfristigen Leasingvertrages mit einer der besten europäischen Airlines zu erwerben und zugleich institutionelle Investoren in Großbritannien für das Investment zu begeistern. Als das derzeit modernste Flugzeug am Markt bietet heute nur die 787 die Wirtschaftlichkeit, um Low Cost auf der Langstrecke zu verwirklichen. Wir sind stolz, dass wir durch die Finanzierung von zwei Dreamlinern dazu beitragen können, das innovative Konzept von Norwegian zu verwirklichen“, betont Anselm Gehling, CEO der Dr. Peters Group.

„Es handelt es sich um einen hochmodernen Flugzeugtyp, für die weltweit ein gewaltiger Mart existiert. Die aktuell durch die Presse geisternden Kinderkrankheiten sind typisch für neue Flugzeugmodelle, und wir sind davon überzeugt, dass der Dreamliner eine großartige Zukunft vor sich hat.“

Bereits knapp 1.000 Bestellungen

Das belegen sowohl die knapp 1.000 Bestellungen, die bei Boeing für die 787-Familie bereits vorliegen als auch das große Interesse der gewonnenen Investoren an diesem Fondsprodukt mit den beiden Dreamlinern.

„Wir haben in unseren Gesprächen mit den institutionellen Investoren feststellen können, dass britische Pensionskassen und (Lebens-) Versicherungen sehr offen sind für Investitionen in Flugzeugprodukte, dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund der sehr stabilen Cash-Flows und der beherrschbaren Risiken. Wir hoffen, dass wir mit unserer hohen Expertise in den kommenden Monaten auch institutionelle Investoren in Deutschland für Investitionen in Flugzeugprodukte mit vergleichbaren Parametern gewinnen können“, kommentiert Gehling das bislang noch unterschiedliche Anlageverhalten deutscher und britischer Investoren.

Enormes Potenzial für Flugzeuginvestitionen

Nicht zuletzt aufgrund dieses Erfolgs in Großbritannien sieht die Dr. Peters Group auch weiterhin ein enormes Potenzial für Flugzeuginvestitionen im deutschen Markt. Hier soll das Produktangebot sowohl für die bisherigen Privatkunden als auch für institutionelle Investoren erweitert werden:

„Mit der Regulierung nach dem KAGB, der sich die Dr. Peters Group mit dem bereits eingereichten Zulassungsantrag vollständig stellt, eröffnen sich zahlreiche neue Möglichkeiten, die wir sowohl im Hinblick auf unsere bisherigen Privatkunden wie auch für institutionelle Investoren im In- und Ausland nutzen werden“, so Anselm Gehling weiter.

Mit dem jetzigen Produkt erhöht die Flugzeugsparte der Dr. Peters Group ihre Flotte auf insgesamt 16 Maschinen, darunter neben den neu erworbenen Boeing 787 insgesamt acht Airbus A 380, vier Boeing 777 sowie zwei Airbus A 319. Für das nächste Jahr plant die Dr. Peters Group weitere Flugzeugfonds und sonstige Sachwert-Investments. (fm)

Foto: Shutterstock

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