Anzeige
13. Februar 2013, 12:24
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Cortal Consors muss Kickback-Provision offenlegen

Die Direktbank Cortal Consors aus Nürnberg ist vom Landgericht Nürnberg-Fürth zur Auskunft über die gezahlten Kickbacks verurteilt worden.

KickbackEin Kunde hatte sich auf Empfehlung der Bank hin an zwei Schiffsfonds beteiligt. Nach dem Abschluss des Geschäfts wandte er sich an Cortal Consors, um zu erfahren, ob und in welcher Höhe Kickback-Provisionszahlungen im Zuge der Vermittlung der Schiffsbeteiligung geflossen seien.

In der Regel werden Kick-back-Provisionen nicht öffentlich gemacht, daher werden sie auch als verdeckte Provision bezeichnet. Auch im konkreten Fall hatte das Institut dem Kunden die Information verweigert.

Gericht sieht Auftragsverhältnis zwischen Kunde und Bank

Das Verschweigen der Zahlung stellt laut Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) eine Vertragsverletzung dar. Der Kunde reichte daraufhin Klage beim Landgericht Nürnberg-Fürth ein und erwirkte, dass ihm die Auskunft zu den gezahlten Kickbacks erteilt wird. Als Begründung gab das Landgericht an, dass zwischen Kunde und Bank ein Auftragsverhältnis bestanden habe.

Nach Paragraf 666 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) sei das Tochterunternehmen des französischen Kreditinstituts BNP Paribas deshalb verpflichtet, auch nach Terminierung des Kundenauftrags Informationen zu Provisionszahlungen offenzulegen. (nl)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Insurtech Hepster bietet situative Versicherungen für Generation-Smartphone

Die Digitalisierung nimmt Einfluss auf immer mehr Lebensbereiche und Dienstleistungen. Mobile Endgeräte sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

mehr ...

Immobilien

Raus aus der Stadt: Immobilienkäufer suchen verstärkt im Umland

In den deutschen Metropolen ist bezahlbarer Wohnraum immer schwieriger zu finden. Immer mehr Immobilienkäufer weichen daher nach einer Analyse von Immowelt in die Speckgürtel aus, da dort die Preise noch niedriger sind. Am stärksten zeige sich diese Entwicklung in Berlin, Stuttgart und Frankfurt.

mehr ...

Investmentfonds

Deutlicher Konjunkturabschwung in 2019

Spätestens ab der zweiten Jahreshälfte 2018 wird die Weltwirtschaft langsamer wachsen, davon ist das Feri Institut überzeugt. Obwohl Deutschland eine Sonderstellung habe, komme es auch hier zum Abschwung. Warum sich die Konjunktur abkühlen wird:

mehr ...

Berater

EZB gewährt Deutscher Bank bei Postbank-Einlagen mehr Spielraum

Die Deutsche Bank hat bei der Integration ihrer Tochter Postbank in das Privat- und Firmenkundengeschäft des Konzerns ein Problem weniger. Die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) gewährten Deutschlands größtem Geldhaus mehr Spielraum bei der Verwendung von Einlagen und Liquidität.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R-Insolvenzen: Fragen an die Bundesregierung

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat eine kleine Anfrage zu Container- und Schiffsfinanzierungen an die Bundesregierung gestellt. Ein Teil der Fragen entfällt auf die Causa P&R.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...