Anzeige
Anzeige
25. Juli 2013, 10:05
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

VDR und ZVDS begrüßen Neuregelung der Schiffswertermittlung

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) und der Zentralverband Deutscher Schiffsmakler (ZVDS) zeigen sich erfreut darüber, dass der Gesetzgeber das Ertragswertverfahren als Standard zur Ermittlung des Verkehrswertes von Schiffen eingeführt hat.

Ralf Nagel VDR-255x300 in VDR und ZVDS begrüßen Neuregelung der Schiffswertermittlung

Ralf Nagel, VDR

„Damit vollzieht der Gesetzgeber einen Paradigmenwechsel“, sagt Dr. Alexander Geisler, Geschäftsführer des Zentralverbands Deutscher Schiffsmakler. Die am 22. Juli 2013 zusammen mit dem KAGB in Kraft getretene Kapitalanlage-Rechnungslegungs- und Bewertungsverordnung (KARBV) erkennt das Ertragswertverfahren zur Ermittlung des Verkehrswertes von Schiffen an.

„Mit den neuen Regelungen zur Schiffsbewertung kommt die Bundesregierung nicht nur einer Forderung der maritimen Verbände nach“, betont Ralf Nagel, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VDR. „Vielmehr setzt sie damit auch ein gemeinsam auf der 8. Nationalen Maritimen Konferenz erarbeitetes Ziel zeitnah um.“

Auf der Branchenveranstaltung Anfang April 2013 in Kiel waren sich die Teilnehmer einig, dass das Long Term Asset Value (LTAV)- Konzept als alternatives, langfristig orientiertes Bewertungsverfahren einen wichtigen Beitrag erbringen kann, die Volatilität an den Schifffahrtsmärkten zu reduzieren.

„Der LTAV kann den Reedereien und schiffsfinanzierenden Banken dabei helfen, die schwere Krise der Schifffahrt zu durchfahren. Deshalb ist es besonders erfreulich, dass nunmehr erste legislative Schritte zur Verankerung eines Bewertungsverfahrens gemacht worden sind, das in anderen Bereichen längst Standard ist“, so Nagel.

Bislang wurde der Wert von Schiffen vor allem im Rahmen eines Vergleichswertverfahrens bestimmt. Dies hatte sich nach Einschätzung der Verbände in der Folge der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise vielfach als untauglich erwiesen. Mangels einer ausreichenden Anzahl von repräsentativen Schiffsankäufen und -verkäufen sahen sich immer mehr Sachverständige und Makler außerstande, die bis dahin übliche, auf Markttransaktionen basierende Bewertung durchzufüh-en. Als Reaktion auf diese Marktstörung hatten Schiffsmakler, Reeder, Banken sowie Wirtschaftsprüfungsgesellschaften nicht nur eine Modifizierung der bisherigen Bewertungspraxis gefordert, sondern mit dem LTAV auch ein alternatives Schiffsbewertungsverfahren entwickelt.

„Mit der Entwicklung und Vorlage des Long Term Asset Value-Konzepts hat die Wirtschaft ein schlüssiges Konzept vorgelegt, das auch in Krisenzeiten zu belastbaren Ergebnis-sen führt. Zudem ist es nur schwer vermittelbar, warum für Schiffe andere Bewertungsgrundsätze gelten sollen als für Immobilien oder bei der Unternehmensbewertung“, so ZVDS-Geschäftsführer Geisler. (af)

Foto: VDR

 

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Verdi will Warnstreiks

Vor der dritten Tarifrunde für die private Versicherungsbranche hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten auch in Niedersachsen und Bremen zu Warnstreiks aufgerufen. Damit will die Gewerkschaft am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

mehr ...

Immobilien

Risikomanagement bei Immobilienprojekten: Verband fordert einheitliche Standards

Der Bau-Monitoring-Verband (BMeV) fordert einheitliche nationale Standards beim Risikomanagement in der Projektfinanzierung. Dies könne einem deutlichen Anstieg der Kosten für Immobilienprojekte entgegen wirken.

mehr ...

Investmentfonds

Weitere Kürzung der Ölfördermengen spielt Putin in die Karten

Die Opec hat entschieden, ihre Kürzungen bei den Ölförderungen auszuweiten. David Donora, Leiter des Rohstoffbereiches bei Columbia Threadneedle Investments, sieht darin unter anderem einen Vorteil für das Nicht-Mitglied Russland.

mehr ...

Berater

Mehr Durchblick bei vermögensverwaltenden Fonds

Die MMD Multi Manager GmbH hat sich seit Jahren den Themen Transparenz und Vergleichbarkeit für Vermögensverwaltende (VV) Produkte verschrieben. Die MMD-Indexfamilie wird mit Hilfe des IT-Dienstleisters Cleversoft erweitert und vertieft.

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...