IWR: Verbraucher subventionieren große Stromabnehmer mit sieben Milliarden Euro

Das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster schätzt, dass Privathaushalte und das Kleingewerbe die Großabnehmer von Strom über eine höhere EEG-Umlage im Jahr 2013 mit sieben Milliarden Euro subventionieren werden.

Kleine Stromverbraucher müssen für die befreiten Großverbraucher bluten.

Davon entfielen allein auf die Ausnahmereglungen von der EEG-Umlage für Unternehmen mehr als 4,3 Milliarden Euro, die von den privaten und kleingewerblichen Stromverbrauchern getragen werden müssen. Hinzu kämen die gesunkenen Einkaufspreise durch die steigende Ökostrommenge, die eine weitere Entlastung von rund drei Milliarden Euro ausmachen, so das IWR.

Haushalte subventionieren Ausnahmeregelungen

Wie die Münsteraner mitteilen, kostet aktuell die Kilowattstunde Grundlaststrom zur Lieferung im Jahr 2016 nur noch 3,5 Cent. Das entspricht etwa 60 Prozent des Preises, der vor dem Atomausstieg im Jahr 2011 bezahlt werden musste.

„Die Haushalte subventionieren die Ausnahmeregelungen und die Rekordtiefs bei den Strompreisen für Großabnehmer über eine steigende EEG-Umlage,“ kritisiert IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch den Umverteilungsmechanismus.

„Der Ökostrom senkt die Strompreise auf immer neue Rekordtiefs, aber den finanziellen Nutzen daraus haben nicht die privaten Verbraucher und das Kleingewerbe, sondern vor allem die großen Stromabnehmer, die sich günstig eindecken können“, so Allnoch weiter. (af)

Foto: Shutterstock

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