Anzeige
Anzeige
2. Juli 2013, 14:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

VGF-Mitglieder beschließen Neuausrichtung des Verbands

Die Interessenvertretung von Anbietern geschlossener Fonds öffnet sich für Unternehmen und Anlagevehikel, die KAGB-konform Investitionen in Sachwerte anbieten oder verwalten und firmiert künftig als BSI Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen.

Romba-quer-neu1 in VGF-Mitglieder beschließen Neuausrichtung des Verbands

VGF-Hauptgeschäftsführer Eric Romba

Darauf haben sich die Mitgliedsunternehmen des VGF Verband Geschlossene Fonds e.V. auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 26. Juni 2013 geeinigt. Dadurch können neben Kapitalverwaltungsgesellschaften künftig auch andere Branchenteilnehmer wie beispielsweise Verwahrstellen Mitglied werden. Mit Inkrafttreten des neuen Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) am 22. Juli 2013 einher geht auch die Umbenennung des Verbandes in BSI Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e.V..

Viele potenzielle Neu-Mitglieder

Der Verband trägt damit den Veränderungen der KAGB-Regulierung Rechnung und erweitert den Kreis potenzieller Mietglieder . “Anbieter, Kapitalverwaltungsgesellschaften, Verwahrstellen und weitere Dienstleister sind dann nicht nur einheitlich reguliert, sondern arbeiten regulierungsbedingt auch viel enger zusammen. Diese Entwicklung vollziehen wir konsequenterweise mit dem BSI nach”, so Hauptgeschäftsführer Eric Romba.

Die Umbenennung der geschlossenen Fonds in eine in der Öffentlichkeit weniger negativ besetzte Form, wurde bereits 2011 auf dem von Cash. organisierten 1. Branchengipfel Geschlossene Fonds diskutiert. Damals trafen sich führende Vertreter von Emissionshäusern sowie von Verbandsseite in Hamburg, um sich zu den Themen Regulierung, Öffentliche Wahrnehmung, Fondskonzeption und Vertrieb auszutauschen.

Aufgabe des BSI soll nach Rombas Verständnis die Interessenvertretung der Branche gegenüber Politik und Öffentlichkeit sein. Er begleitet für seine Mitglieder Gesetzgebungs- und Verordnungsverfahren auf nationaler und europäischer Ebene, ist originärer Ansprechpartner für die Finanzaufsicht und erarbeitet mit seinen Mitgliedern Branchenstandards wie beispielsweise. Musteranlagebedingungen oder einen Musterverwahrstellenvertrag.

Neue Formen der Mitgliedschaft

Im Zuge der Neuausrichtung führt der Verband zwei weitere Formen der Mitgliedschaft ein. Neben den bisherigen Voll- und Fördermitgliedern werde es künftig auch eine Branchen- und eine Informationsmitgliedschaft geben. Die Vollmitgliedschaft steht Verwaltern offen, die Alternative Investment Fonds (AIF) für private oder professionelle Investoren anbieten. Auch selbstverwaltete AIF, die in Sachwerte investieren, können Vollmitglieder des BSI werden.

Branchenmitglieder können alle Unternehmen werden, die nach dem KAGB beziehungsweise der AIFM-Richtlinie eine Kernfunktion im Rahmen der Verwaltung von AIF haben und beaufsichtigt werden. Hierzu gehören beispielsweise die Verwahrstellen, Auslagerungsunternehmen oder Unternehmen, die zwar in den Anwendungsbereich des KAGB fallen, aber aufgrund von Bestandsschutzregelungen von der Anwendung des KAGB befreit sind. Dies trifft insbesondere auf die Unternehmen zu, die schon heute VGF Mitglieder sind, keine KVG-Zulassung beantragen, aber Bestände weiter verwalten.

Fördermitglieder können alle beratenden und dienstleistenden Unternehmen werden, die nicht Branchenmitglied werden können. Hierzu gehören Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer oder Unternehmensberatungen. Die Informationsmitgliedschaft wird für andere Verbände oder kontinuierlich investierende Investoren, wie Family Offices, geschaffen.

Vorstandsgremium vergrößert

Die Zusammensetzung des neuen Verbandes soll auch im Vorstand abgebildet werden. Er soll künftig aus sechs Vertretern aus dem Kreis der Vollmitglieder sowie je einem Vertreter eines Branchen- und eines Fördermitglieds zusammengesetzt sein. Vorstandswahlen werden voraussichtlich im Rahmen der nächsten Mitgliederversammlung im Frühjahr 2014 stattfinden. (af)

Foto: Cash.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

ÖPPs sollen für bessere Einkommensabsicherung sorgen

Öffentlich-private Partnerschaften (“Public-private-Partnership”) zwischen Regierung, Unternehmen, Versicherungsgesellschaften und Einzelpersonen können der entscheidende Lösungsansatz sein, um Lücken in der Einkommensabsicherung zu schließen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Zurich Versicherung.

mehr ...

Immobilien

Einzelhandel: Modebranche vor dem Umbruch

Die Anforderungen der Kunden an den Einzelhandel ändern sich. Damit ändern sich auch die Ansprüche der Mieter. Welche Herausforderungen die Branche erwartet und welche Vorstellungen die Mieter von Handelsimmobilien von der Zukunft haben, hat der Investor in Handelsimmobilien ILG untersucht.

mehr ...

Investmentfonds

Monega verwaltet neuen Fonds von Wieland Staud

Die Monega Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH mit Sitz in Köln hat zusammen mit der Staud Research GmbH, Bad Homburg, und der Greiff capital management AG, Freiburg, den neuen StaudFonds aufgelegt.

mehr ...

Berater

Geldanlage: Deutsche schätzen Renditechancen falsch ein

Viele Bundesbürger haben falsche Vorstellungen von den Renditechancen verschiedener Anlageformen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Kantar Emnid im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity International hervor. Demnach unterschätzt eine Mehrheit der Deutschen zudem den Zinseszinseffekt bei Fonds.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Krux mit dem Verfallsdatum

Die neueste Cash.-Markterhebung und eine aktuelle Mitteilung der BaFin lenken den Blick auf eine spezielle Vorschrift für Vermögensanlagen-Emissionen. Einsichtig ist diese nicht – und ein Risiko auch für den Vertrieb. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Recht

Erbrecht: Ausgleichspflicht bei Berliner Testamenten

Das sogenannte Berliner Testament ist in Deutschland eine der beliebtesten und zahlenmäßig häufigsten Testierformen. In der Praxis kann dabei jedoch zu erheblichen Komplikationen kommen, etwa was die Ausgleichspflichten der Erben angeht.

mehr ...