Büromarkt: Leichter Rückgang in 2004

Nach Angaben des internationalen Immobilienberatungsunternehmens Jones Lang LaSalle, Frankfurt, ist der Durchbruch am deutschen Immobilienmarkt im abgelaufenen Jahr 2004 noch nicht gelungen, obwohl in der zweiten Hälfte des Jahres in einigen Regionen Bewegung zu erkennen gewesen sei. Mit insgesamt 1,9 Millionen Quadratmetern wurde ein leichtes Umsatzminus von zwei Prozent gegenüber dem Jahr 2003 verzeichnet ? ein niedrigeres Ergebnis wurde zuletzt vor neun Jahren erzielt.

Unter den fünf Immobilienzentren Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München konnte Hamburg den größten Zuwachs verbuchen. Dort wurde ein um 40 Prozent höherer Vermietungsumsatz von 444.500 Quadratmetern notiert und damit sogar das drittbeste Ergebnis nach den Boomjahren 1999 und 2000. Auch die Region Düsseldorf (Stadtgebiet Düsseldorf inklusive Ratingen, Neuss, Erkrath und Hilden) erreichte mit rund 279.000 Quadratmetern ein Plus von knapp 18 Prozent.

Berlin (zirka 363.000 Quadratmeter) lag auf dem Niveau des Vorjahres, in München wurden mit rund 481.000 Quadratmetern vier Prozent weniger Fläche umgesetzt. Trotzdem bleibt die bayerische Landeshauptstadt wie in den Jahren 1999 bis 2002 der umsatzstärkste Standort in Deutschland. Den größten Rückgang um 37 Prozent auf nur 330.000 Quadratmeter mußte Frankfurt/Main hinnehmen.

Am Jahresende standen in den fünf Städten inklusive Untermietflächen insgesamt 7,5 Millionen Quadratmeter leer – 1,1 Millionen Quadratmeter mehr als vor Jahresfrist. In Frankfurt/M (16,7 Prozent) und Düsseldorf (14,2 Prozent) lagen die Quoten am höchsten, Hamburg blieb als einzige Hochburg im einstelligen Bereich (7,8 Prozent).

?Inwieweit sich die Vermietungsmärkte 2005 flächendeckend beleben werden, hängt im wesentlichen von der Umsetzung der Umzugs- oder Erweiterungsvorhaben durch die Unternehmen ab?, so Helge Scheunemann, bei Jones Lang LaSalle Leiter Research. Immerhin sei bei den Neuanfragen in der zweiten Jahreshälfte 2004 ein leichtes Plus von vier Prozent zu verzeichnen. Allerdings sei aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbdingungen auch in 2005 keine durchschlagende Steigerung zu erwarten.

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