Anzeige
21. Dezember 2005, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

DB Real Estate: BaFin prüft Fondsschließung

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)nimmt die Schließung des offenen Immobilienfonds grundbesitz-invest der DB Real Estate, Eschborn, unter die Lupe.

Die Behörde prüft, ob es zu Unregelmäßigkeiten beim Handelsstopp des Fonds gekommen ist und möglicherweise Insiderhandel vorliegt. Die Aufseher gehen Vorwürfen nach, dass ausgewählte Kunden im Vorfeld von der bevorstehenden Fondsschließung erfahren hätten.

Die Deutsche Bank-Tochter hatte die Rücknahme der Anteilscheine des Fonds offiziell am Dienstag dem 13. Dezember ausgesetzt (cash-online berichtete). Zuvor war es nach Berichten über bevorstehende erhebliche Wertberichtungen der Fondsimmobilien zu hohen Mittelabflüssen gekommen.

Zudem muss DB Real Estate mit zahlreichen Schadensersatzklagen empörter Anleger rechnen. Der Kanzlei Tilp Rechtsanwälte in Kirchentellinsfurt beispielsweise liegen bereits mehr als 500 Mandatsanfragen geschädigter Anleger vor. Sie empfiehlt Ihnen, sich auf Prospekt-haftungsansprüche sowie Schadenersatzansprüche wegen rechtswidriger Rücknahmeaussetzung zu konzentrieren.

?Aus unserer Sicht hätte der Verkaufsprospekt des grundbesitz-invest-Fonds spätestens zum März 2005 im Sinne eines deutlichen Warnhinweises über drohende Konsequenzen aktualisiert werden müssen, zu diesem Zeitpunkt war die Schieflage unserer Meinung nach bereits erkennbar?, erläutert Stephan Holzinger von der Kanzlei Tilp gegenüber cash-online. Zudem seien in dem Prospekt so genannte ?Kick-Back-Zahlungen? an Dritte, insbesondere an Vertriebspartner, nicht wie vorgeschrieben detailliert aufgeschlüsselt worden.

Der Handelsstopp des grundbesitz-invest ist die erste Schließung eines offenen Immobilienfonds in Deutschland. Der Frankfurter BVI Bundesverband Investment und Asset Management versichert jedoch, dass ?derartige Schritte bei anderen Fonds weder geplant noch zu erwarten sind.? Obwohl einige weitere Fonds unter massiven Abflüssen leiden, wurde eine Schließung bisher vermieden. So hatten die DekaBank und die HypoVereinsbank ihre notleidenden Immobilien-fondstöchter gestützt. Auch die Difa Deutsche Immobilien-fonds AG in Hamburg, deren Difa-Fonds Nr. 1 zuletzt eine geringe Zwölf-Monats-Performance von 0,4 Prozent verzeichnete, betont, dass die Muttergesellschaft Union Investment Gruppe für ausreichende Liquidität sorgen werde.

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

230 Pflegedienste unter Betrugsverdacht

Bei den bundesweiten Betrugsermittlungen gegen ambulante Pflegedienste hat sich ein Verdacht gegen 230 russisch-eurasische Anbieter ergeben. Das gehe aus dem Abschlussbericht der Sonderermittlungsgruppe von Bundeskriminalamt und Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen hervor, berichten “Die Welt” und der Bayerische Rundfunk.

mehr ...

Immobilien

NordLB erwägt Verkauf Deutscher Hypothekenbank

 

Die NordLB prüft, ob sie die Deutsche Hypothekenbank verkauft, damit würde sie sich von ihrer Immobilientochter trennen. Das geht aus einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hervor. Die NordLB erlitt durch Geschäfte mit Schiffskrediten große Verluste.

mehr ...

Investmentfonds

“Ökonomischen Rückenwind in Europa für konsequente Reformen nutzen”

Carsten Mumm von der Privatbank Donner & Reuschel erwartet deutliches Wachstumsplus im zweiten Quartal in Europa, das nicht ungenutzt bleiben sollte.

mehr ...

Berater

Viel Rückenwind für Schwellenländer

Während die globale Konjunktur nur langsam vorankommt, lassen zahlreiche Schwellenländer die Industriestaaten hinter sich. Im Durchschnitt erwarten Karen Watkin und Morgan Harting, beide Multi-Asset Portfolio Manager bei AllianceBernstein, für die Schwellenländer 2017 ein Wachstum von 4,1 Prozent, für die Industrieländer hingegen nur knapp über zwei Prozent. Doch das ist nicht der einzige Faktor, der für Anlagen in den Emerging Markets (EM) spricht.

mehr ...

Sachwertanlagen

Kaufland in Kitzingen ab 20.000 Euro

Die Hahn Gruppe aus Bergisch-Gladbach hat über ihre Kapitalverwaltungsgesellschaft DeWert Deutsche Wertinvestment GmbH einen neuen geschlossenen Publikumsfonds aufgelegt. Beteiligen dürfen sich nur qualifizierte Anleger.

mehr ...

Recht

Kfz-Schadenregulierung: Vorsicht bei Verjährung

Wer Leistungen gegen einen Kfz-Haftpflichtversicherer geltend macht, sollte berücksichtigen, dass eine Verjährungsfrist von drei Jahren gilt. In einem aktuellen Urteil verlor ein Kläger vor dem Bundesgerichtshof, der sich mit der Verjährung verkalkuliert hatte.

mehr ...