Anzeige
2. Dezember 2009, 15:42
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BFW klagt über Finanzierungsprobleme der Immobilienwirtschaft

Die Immobilienwirtschaft sieht sich zunehmend mit Finanzierungsproblemen konfrontiert. Mit dieser Botschaft will Walter Rasch, Präsident des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, zu den Teilnehmern des von der Bundeskanzlerin einberufenen „Konjunkturgipfels“ in Berlin durchdringen.

Walter Rasch 01 Jpg-112x150 in BFW klagt über Finanzierungsprobleme der Immobilienwirtschaft

BFW-Präsident Walter Rasch

“Für rund 35 Prozent unserer Unternehmen haben sich die Zinskonditionen merklich verschlechtert. 30 Prozent berichten sogar von massiven Problemen, überhaupt Projektfinanzierungen zu erhalten“, klagt der Spitzenverband der privaten Immobilienwirtschaft. Bei Projektvolumina ab 15 Millionen Euro gebe es eine Kreditklemme.

Rasch beschwert sich, dass keine Vertreter der Immobilienwirtschaft zu dem Spitzentreffen geladen wurden. Mit einer Wertschöpfung von fast 390 Milliarden Euro beziehungsweise fast 19 Prozent stelle der Sektor eine der größten Branchen in Deutschland dar – größer etwa als Fahrzeugbau, Maschinenbau oder Handel.

“Immobilienwirtschaft als Stabilisator in der Krise”

“Es ist nicht zu verstehen, dass ein derart wichtiger Wirtschaftszweig der sich zudem bislang als Stabilisator in der Krise erwiesen hat, bei den Gesprächen ausgeklammert wurde”, moniert der BFW-Präsident. Dabei sei die Bedeutung der Branche erstmals explizit in einem Koalitionsvertrag hervorgehoben worden. Eine Konsequenz ziehe die Politik daraus jedoch nicht.

Die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft müsse sich in der aktuellen Situation aufgrund ihres strukturbedingten hohen Fremdfinanzierungsanteils darauf verlassen können, dass Finanzierungen auch in Zukunft möglich bleiben, erklärt der Lobby-Verband. Dies sei Voraussetzung für Investitionen und Arbeitsplätze.

KfW soll Kredite von Wohnungsunternehmen sichern

Rasch schlug abermals vor, dass die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ihr Sonderprogramm zur Kreditsicherung auch für Unternehmen öffnet, die im Bereich Wohnimmobilien tätig sind. Bislang können Wohnungsunternehmen das auf zwei Jahre (bis Ende 2010) angelegte Kredit- und Bürgschaftsprogramm der Bundesregierung in Höhe von 115 Milliarden Euro nicht nutzen.

Nach Erhebungen des BFW verzeichnen fast alle Bauträger (96,67 Prozent) einen Fremdkapitalanteil von über 75 Prozent. Ebenfalls traditionell hoch ist der Fremdkapitalanteil bei Projektentwicklern (61,90 Prozent mit einem Fremdkapitalanteil von über 75 Prozent). (hb)

 in BFW klagt über Finanzierungsprobleme der Immobilienwirtschaft

Foto und Grafik: BFW

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Jeden vierten Tag ein neues Fintech

Die Fintech-Szene in Deutschland wächst weiter – und sammelt so viel Risikokapital ein wie noch nie. 793 Startups aus dem Finanzbereich gibt es aktuell. Mit 778 Millionen Euro haben sie in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 bereits mehr Venture Capital eingesammelt als im gesamten Jahr 2017 mit 713 Millionen Euro. Und das Tempo der Neugründungen hält weiter an, bestätigt eine Fintech-Studie von Comdirect.

mehr ...

Immobilien

Trendwende oder nur ein Ausreißer? Darlehenshöhe wieder rückläufig

Die Nachfrage nach Baufinanzierungen ist anhaltend hoch. Nach den Ergebnissen des Dr. Klein Trendindikators ist die durchschnittliche Kredithöhe im Monat September leicht gesunken. Die Standardrate für ein Darlehen erreichte den niedrigsten Wert seit März 2017. Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, kommentiert die Ergebnisse.

mehr ...

Investmentfonds

Zweijährige US-Staatsanleihen erreichen Zehnjahres-Hoch

US-Anleihen haben diese Woche ein neues Rendite-Hoch erreicht. Das hat mindestens zwei Ursachen. Damit gibt es für US-Anleger wieder eine sichere Alternative zu den Aktienmärkten, die kein Verzicht auf Renditen bedeutet. Für deutsche Anleger sind US-Anleihen aber keine lohnende Anlage.

mehr ...
18.10.2018

Aufstieg der ETFs

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R–Insolvenz: Über 4.500 Gläubiger in Münchner Olympiahalle

Für die ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R-Gesellschaften fanden sich in dieser Woche 4.500 Gläubiger in der Münchner Olympiahalle ein. Was geschah dort?

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...