Anzeige
3. Juli 2009, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Verhaltene Vermietungsaktivität auf deutschen Büromärkten

Die internationalen Immobilienberatungen CB Richard Ellis (CBRE), Jones Lang LaSalle (JLL) und BNP Paribas Real Estate (BNP RE)haben ihre Halbjahreszahlen für die wichtisten deutschen Büromäkte vorgestellt und attestieren den Standorten einen sich stabilisierenden Umsatz auf niedrigem Niveau.

Während CBRE die Büromarktdaten für Frankfurt am Main, Hamburg, München, Berlin und Düsseldorf präsentiert, bezieht CBRE auch Stuttgart in die Analyse ein. BNP RE (vormals Atisreal) erweitert das Zahlenwerk zudem um die Standorte Essen, Leipzig und Köln.

JLL liest aus den zusammengefasssten Ergebnissen die erwartet verhaltene Aktivität auf den Bürovermietungsmärkten. Der Umsatz stabilisiere sich auf niedrigem Niveau.

Kumuliert über alle sechs deutschen Hochburgen wurden laut JLL im ersten Halbjahr dieses Jahres rund 1,05 Millionen Quadratmeter Bürofläche vermietet oder an Eigennutzer veräußert. Der Rückgang gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres liege bei 32 Prozent und damit auf gleichem Niveau wie im ersten Quartal.

Eine fundierte Aussage darüber, was dies für den gesamten deutschen Büromarkt bedeutet, lässt sich JLL zufolge derzeit nur schwerlich treffen. Denn während die Umsätze in Hamburg, München und Stuttgart in den Monaten April bis Juni über denen des ersten Quartals lägen, stelle sich die Situation in Düsseldorf, Frankfurt und Berlin genau konträr dar. “Vor dem Hintergrund, dass der Umsatz im dritten und vierten Quartal 2008 in den meisten Städten bereits rückläufig war, erwarten wir, dass der Nachfragerückgang für das Gesamtjahr 2009 bei den derzeitigen rund 30 Prozent verharren wird”, prognostiziert Helge Scheunemann, Leiter Research Jones Lang LaSalle Deutschland.

BNP RE hat einen Umsatz von rund 1,31 Millionen Quadratmeter Bürofläche an den neun wichtigsten deutschen Bürostandorten im ersten Halbjahr 2009 gemessen. Das Ergebnis liege um 28 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. “Der bereits im ersten Quartal zu beobachtende Nachfragerückgang hat sich tendenziell im gesamten ersten Halbjahr fortgesetzt, wobei das Ergebnis des zweiten Quartals leicht über dem der ersten drei Monaten lag?, kommentiert Peter Rösler, Vorsitzender der Geschäftsführung von BNP Paribas Real Estate Deutschland. ?Trotz der nach wie vor rückläufigen Wirtschaftsleistung ging das Nachfrageniveau im zweiten Quartal also nicht weiter zurück, was dafür spricht, dass dies auch im weiteren Jahresverlauf nicht der Fall sein wird. Der Flächenumsatz dürfte in diesem Jahr um insgesamt etwa 25 bis 30 Prozent unter dem Vorjahresergebnis liegen.?

Die geringere Nachfrage und die Sparanstrengungen der Unternehmen im Zuge der Wirtschaftskrise setzen die Mieten laut BNP RE weiter unter Druck. Seit dem Jahreswechsel seien die Spitzenmieten über alle Standorte betrachtet um knapp fünf Prozent gefallen. Lediglich in Köln und Leipzig seien sie noch stabil geblieben. Am stärksten hätten sie in München (knapp minus neun Prozent) sowie in Berlin und Frankfurt (knapp minus sieben Prozent) nachgegeben. ?Auch im weiteren Jahresverlauf werden die Mieten weiter unter Druck bleiben, wobei B-Lagen und ältere Bestandsflächen hiervon am stärksten betroffen sein werden. Die Höchstmieten für Top-Flächen werden aufgrund des relativ überschaubaren Angebotes in diesem Marktsegment deutlich weniger nachgeben?, fasst Rösler den momentanen Trend zusammen. (te)

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Altersvorsorge für Beamte: Kein Grund für Neiddebatte

Die Rentenfrage wird 2019 ein Topthema. Eine neue Studie zeigt, welche Vorteile das System zur Altersvorsorge von Beamten bietet. Es lässt sich auf die einfache Formel bringen: Je jünger die Beamten sind, umso höher sind die Rentenanwartschaften im Vergleich zu Angestellten. Warum dieser Befund kein Grund für eine Neiddebatte darstellt.

mehr ...

Immobilien

Reform der Grundsteuer: Welches Modell die größten Chancen hat

Im Ringen um eine Reform der Grundsteuer gibt es vorsichtigen Optimismus für eine Einigung auf ein Kompromissmodell, das Städten und Kommunen 14 Milliarden Euro an Einnahmen pro Jahr sichern soll. Womöglich könne man in den kommenden drei Wochen zu einem gemeinsamen Modell kommen, teilte Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) am Dienstag mit.

mehr ...

Investmentfonds

May verliert Brexit-Abstimmung im britischen Unterhaus

Beinahe schon erwartungsgemäß ist Premierministerin Theresa May im britischen Parlament mit ihrem gemeinsam mit der EU ausgehandelten Abkommen für einen geordneten Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union gescheitert.

mehr ...

Berater

Solvium Capital trotzt der P&R-Pleite

Solvium Capital, Anbieter von Direktinvestments in Container und sogenannte Wechselkoffer, hat im Jahr 2018 erneut eine Vertriebsleistung von mehr als 53 Millionen Euro erreicht und damit das Umsatzergebnis des Vorjahres bestätigt.

mehr ...

Sachwertanlagen

Erstmals auch Schuldverschreibungen im Angebot

Der neue Spezial-AIF “Vier Metropolen III”, den Project Investment für institutionelle Anleger aufgelegt hat, investiert wie seine beiden Vorgänger in Wohnimmobilienentwicklungen. Es gibt aber auch Neuerungen.

mehr ...

Recht

BGH: Kein Geld zurück bei Technik-Panne am Flughafen

Der Anschlussflug ist weg, der Ärger groß: Dennoch gibt es nicht bei jeder größeren Verspätung eine Ausgleichszahlung für Passagiere. Das macht der BGH in einem aktuellen Urteil deutlich.

mehr ...