3. Juni 2010, 09:32
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immo-Index: Optimismus verliert an Schwung

Die gesamtwirtschaftliche Ernüchterung erreicht im Mai auch die Immobilienbranche. Als Spiegelbild der Branchenstimmung hat das umfragebasierte Immobilienklima in der Mai-Erhebung des King Sturge Immobilienkonjunktur-Index einen deutlichen Dämpfer erhalten.

H Userchart-127x150 in Immo-Index: Optimismus verliert an SchwungIm Vergleich zu den starken Anstiegen der Vormonate wächst die Stimmung aktuell nur um ein Prozent, erreicht mit 99,2 Zählerpunkten jedoch den höchsten Stand seit fast zwei Jahren (Vormonat: 98,3). Die Mai-Befragung von rund 1.000 Marktteilnehmern zeigt darüber hinaus dass die beiden Teilindikatoren des Immobilienklimas, das Investment- und Ertragsklima, gleichermaßen nur marginale Zuwächse aufweisen – dies jedoch von unterschiedlichen Ausgangsniveaus aus.

Das Investmentklima, das Investitionsnachfrage und Kaufpreisentwicklung anzeigt, steigt um ein Prozent von 110,8 auf 111,9 Zählerpunkte. Der Wert über der Schwelle von 100 Zählern zeigt an, dass die Mehrheit der Befragten die Investitionsstimmung positiv bewertet. Das Ertragsklima, Indikator für Nutzernachfrage und Mietentwicklung, erzielt mit 0,9 Prozent ebenfalls ein minimales Wachstum und liegt aktuell bei 87 Zählerpunkten (Vormonat: 86,2).

Immobilienklima Mai-20103 in Immo-Index: Optimismus verliert an Schwung

Immobilienklima hat sich sich verschlechtert

Entgegen der ernüchterten, doch stabilen Stimmungslage der befragten Marktakteure verzeichnet die auf harten, makroökonomischen Daten beruhende Immobilienkonjunktur erstmals seit August 2009 eine Abwärtsbewegung und sinkt auf 180,4 Punkte.

“Der Gesundungsprozess verläuft demnach relativ langsam und ist wohl auch noch lange nicht abgeschlossen”, kommentiert Sascha Hettrich, Managing Partner von King Sturge Deutschland. “Das hat mindestens zwei Gründe. Erstens ist das gesamtwirtschaftliche Umfeld nach wie vor als äußerst labil zu bezeichnen, was beispielsweise auch das schwache Wirtschaftswachstum des ersten Quartals verdeutlicht. Und zweitens sind immer wieder überraschend heftige Rückschläge zu verzeichnen – allen voran die Finanzmärkte”, so Hettrich weiter. Die Immobilienbranche werde sich demnach auf eine recht zähe Phase der Markterholung einstellen müssen, die möglicherweise nicht vor 2011 wieder in einen echten Aufschwung münde.

Immobilienkonjunktur Mai-20101 in Immo-Index: Optimismus verliert an Schwung

Seite 2: Verhaltene Stimmung in Einzelsegmenten

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

MLP: Gesamterlöse steigen deutlich

Trotz der erwarteten negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf einzelne Geschäftsfelder konnte die MLP Gruppe ihren Wachstumstrend der vergangenen Quartale fortsetzen und hat die Gesamterlöse im ersten Halbjahr 2020 um 9 Prozent auf den Höchstwert von 359,0 Mio. Euro gesteigert.

mehr ...

Immobilien

ZIA begrüßt e-Wertpapiere, will aber mehr

Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, bewertet den kürzlich vorgelegten Gesetzentwurf zur Ein­füh­rung von elek­tro­ni­schen Wert­pa­pie­ren als einen “Meilenstein auf dem Weg hin zum digitalen Kapitalmarkt”. Doch der Verband hofft auf einen weiteren Schritt.

mehr ...

Investmentfonds

ifo Institut: Firmen erwarten normale Geschäftslage erst in 11 Monaten

Die deutschen Unternehmen erwarten erst in durchschnittlich 11,0 Monaten eine Normalisierung ihrer eigenen Geschäftslage. Das ist das Ergebnis der aktuellen ifo Konjunkturumfrage vom Juli.

mehr ...

Berater

Insolvenzen: Das dicke Ende kommt mit Sicherheit

Die durch die Corona-Pandemie verursachten Wachstumseinbrüche im 2.Quartal waren ohne Zweifel dramatisch. Allerdings zeigt sich in den Konjunkturdaten sowie in den nunmehr akribisch verfolgten täglichen und wöchentlichen Echtzeitindikatoren, dass die meisten Länder den Weg aus der Talsohle bereits im Mai wieder eingeschlagen haben. Also alles wieder gut? Ein Kommentar von Stefan Schneider vom Deutsche Bank Research Management.

mehr ...

Sachwertanlagen

Fondsbörse sieht Zweitmarkt “zwischen Corona-Sorgen und Optimismus”

Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG verzeichnete im Juli-Handel im Vergleich zu den Vorjahren eine leicht unterdurchschnittliche Handelstätigkeit bei etwas ermäßigten Kursen. Jedoch zeichne sich im Vergleich zu den Corona-geprägten Vormonaten eine leichte Erholung ab.

mehr ...

Recht

Banken profitieren von steigender Zinsmarge bei Wohnimmobilienkrediten

Wo sich noch ein freies Grundstück (in Ballungszentren) findet, wird gebaut und die eigenen vier Wände gelten als sicherer Rückzugsort – insbesondere für das eigene Geld. Von dieser Entwicklung profitieren insbesondere Banken bzw. Baufinanzierer.

mehr ...