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21. Mai 2010, 13:34
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Vivacon mit verlustreichem Sanierungsprozess

Die angeschlagene Vivacon AG hat auf der heutigen außerordentlichen Hauptversammlung berichtet, dass nach Umsetzung der wesentlichen Bausteine des Sanierungskonzeptes gemäß vorläufiger, untestierter Zahlen für die beiden Geschäftsjahre 2008 und 2009 zusammen ein handelsrechtlicher Verlust in Höhe von rund 170 Millionen Euro erwartet wird.

Laut Mitteilung der Kölner Immobilien-AG sind dafür im Wesentlichen Abschreibungen und Wertberichtigungen in Höhe von rund 158 Millionen Euro ursächlich, die im Rahmen des Sanierungsprozesses durch notwendig gewordene Veräußerungen von Portfolien, Projekten und Beteiligungen der Gesellschaft vorgenommen wurden.

Diese führten im HGB-Einzelabschluss zum 31. Dezember 2009 zu einem negativen Eigenkapital in Höhe von rund minus 25 Millionen Euro. Die Gesellschaft erwartet im Rahmen des nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) aufgestellten Konzernabschlusses für die Gruppe eine Relativierung dieses Wertes. Zudem werde sich die im April 2010 durchgeführte Sachkapitalerhöhung positiv auf die weitere Entwicklung des Eigenkapitals der Gesellschaft auswirken. Eine Überschuldung im insolvenzrechtlichen Sinne liege laut Vivacon-Mitteilung aufgrund der positiven Fortführungsprognose für die AG nicht vor.

Zudem heißt es in der Mitteilung, dass die Termine für die Veröffentlichung der endgültigen Zahlen für die Geschäftsjahre 2008 und 2009 sowie das Datum der ordentlichen Hauptversammlung 2010 zeitnah bekannt gegeben werden.

Nach Abschluss der Sanierungsvergleiche hat Vivacon eigenen Angaben zufolge den ersten Verwaltervertrag für Dritte abgeschlossen und verwaltet künftig den Bestand an Erbbaurechtsgrundstücken einer privaten Vermögensverwaltung mit rund 600 Einheiten im gesamten Bundesgebiet. Dieses Geschäft bestätige die testierte Fortführungsfähigkeit der Gesellschaft sowie die Nachhaltigkeit der im Rahmen des Sanierungsprozesses bereits erfolgten Maßnahmen zur Weiterentwicklung der im eigenen Namen langjährig betriebenen Erbbaurechtsverwaltung.

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